Im Rahmen einer offiziellen China-Reise besuchte eine österreichische Delegation unter der Leitung von Bundeskanzler Christian Stocker den Roboter-Hersteller Agibot in Shanghai. Im Zentrum der Vorführung stand der 1,69 Meter große humanoide Roboter „Luca“, der sowohl über Deutschkenntnisse als auch über Tanzfähigkeiten verfügt. Bundeskanzler Stocker kommentierte eine Tanzeinlage des Roboters mit den Worten „Unbelievable“, während er und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer kurzzeitig eine körperliche Kollision befürchteten.
Trotz der technischen Demonstration kam es zu einer kuriosen Situation, als der Roboter den Bundeskanzler nicht erkannte. Während „Luca“ sich hocherfreut zeigte, den Kanzler zu treffen, blieb die Identität des Politikers für die Maschine unbekannt. Auf die Frage von Minister Hattmannsdorfer, ob ein Besuch in dessen Heimatstadt Linz empfehlenswert sei, bejahte der Roboter dies und bezeichnete Linz als ruhigere Abwechslung zu Wien.
Das im Jahr 2023 gegründete Unternehmen Agibot bezeichnet sich selbst als Weltmarktführer bei humanoiden Robotern. Die Maschinen agieren autonom und sind mit künstlicher Intelligenz ausgestattet. Während in den USA und Europa derzeit noch Prototypen entwickelt werden, hat China die Massenproduktion bereits hochgefahren. Dies spiegelt sich in den Zahlen wider: Im ersten Halbjahr lieferte Agibot insgesamt 8.400 Roboter aus.
Im Zuge dieser technologischen Entwicklung entstehen neue wirtschaftliche Verknüpfungen zwischen China und Österreich. Der oberösterreichische Technologiekonzern Miba wird künftig Teile für die Roboter von Agibot liefern. Die Interaktion zwischen der Delegation und dem Roboter „Luca“ gipfelte schließlich in einem Handschlag mit dem Bundeskanzler, nachdem der Roboter die Besucher auf Deutsch gefragt hatte, ob sie „ein bisschen rumtollen“ wollten.



