Seit dem 1. November erhebt die Europäische Union eine neue Bearbeitungsgebühr für Pakete, die aus Drittländern in den EU-Raum importiert werden. Die Gebühr beträgt mindestens zwei Euro pro Warenposition und wird zusätzlich zu den bereits bestehenden Abgaben fällig. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die jährliche Flut von mehreren Milliarden Kleinpaketen, die die EU erreichen, einzudämmen.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Importen aus Nicht-EU-Ländern wie beispielsweise China. Durch die Einführung der Kosten soll insbesondere die Menge an sogenannten Billigpaketen reduziert werden. Die neue Regelung führt dazu, dass die Gesamtkosten für Online-Bestellungen aus dem Ausland erheblich steigen können.

Der steirische Onlinehandel reagiert skeptisch auf die neue EU-weiten Regelung. Aus Sicht der dortigen Akteure ergeben sich durch die Einführung der Bearbeitungsgebühr kaum nennenswerte Vorteile für den heimischen Handel. Die Hoffnung, dass die Gebühr den lokalen Markt stärkt, wird derzeit kritisch hinterfragt.

Die Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf das enorme Volumen an Sendungen aus Nicht-EU-Staaten. Es bleibt abzuwarten, inwiefern die zusätzliche finanzielle Belastung das Konsumverhalten der Verbraucher bei Importen beeinflusst. Die EU versucht damit, die Logistik- und Zollprozesse bei der massiven Menge an Kleinsendungen besser zu steuern.