Profitables Wachstum bei Palfinger: Mehr Umsatz, höhere Margen, weniger Mitarbeiter

30.04.2026


Palfinger ist mit leicht wachsendem Umsatz und verbesserter Profitabilität in das Jahr 2026 gestartet und zählt das erste Quartal zu den stärksten Auftaktperioden seiner Unternehmensgeschichte. Der Salzburger Kran- und Hebetechnikspezialist erwirtschaftete im ersten Quartal 2026 Erlöse von 561,5 Millionen Euro, nach 552,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis (EBIT) legte auf 41,3 Millionen Euro zu, gegenüber 40,1 Millionen Euro im ersten Quartal 2025. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 7,3 auf 7,4 Prozent.

Auch auf EBITDA- und Konzernergebnis-Ebene verbesserte sich der Konzern: Das EBITDA stieg von 63,0 auf 65,7 Millionen Euro, das Konzernergebnis von 22,0 auf 24,6 Millionen Euro. Gleichzeitig sank die Mitarbeiterzahl per Stichtag von 12.363 auf 12.179. Das Auftragsbuch blieb mit rund 1 Milliarde Euro stabil und entspricht laut Unternehmen einer Reichweite von etwa fünf Monaten. Auf Basis dieser Pipeline erwartet Palfinger für das erste Halbjahr 2026 eine operative Performance, die leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen soll.

Das Management führt die Entwicklung vor allem auf den konsequenten Fokus auf Innovation, Kundennähe und globale Präsenz zurück. Ein breit diversifiziertes Produktportfolio und eine klare strategische Ausrichtung halfen dem Konzern, Chancen in den Kernmärkten zu nutzen. Besonders in Europa – mit deutlicher Nachfrage in Nord- und Südeuropa – verzeichnete Palfinger nach eigenen Angaben Wachstumsimpulse bei Umsatz und Ergebnis. Dem gegenüber stehen regionale Unterschiede in anderen Märkten.

Das Umfeld bleibt dennoch anspruchsvoll. Palfinger berichtet von anhaltenden geopolitischen Spannungen, einer schwer kalkulierbaren US-Zollpolitik und regional divergierenden Marktentwicklungen. In Nordamerika beschreibt das Unternehmen das Marktumfeld als herausfordernd, setzt aber auf seine globale Aufstellung, um dort weiterhin Chancen wahrzunehmen. In Lateinamerika gelang trotz rückläufiger Nachfrage in Brasilien ein leichtes Wachstum. In der Region Asien-Pazifik bleibt Indien ein wichtiger Wachstumstreiber, während der chinesische Markt gedämpft ist. Für das Gesamtjahr 2026 formuliert Palfinger die Zielsetzung, eines der erfolgreichsten Jahre der Firmengeschichte zu erreichen.

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Helmpflicht bis 16 am E-Scooter, bis 14 am E-Bike: Neue Regeln im Überblick

04.05.2026


Österreich zieht angesichts steigender Unfallzahlen bei E-Scootern und E-Bikes die Regeln an. Mit 1. Mai tritt eine Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft, die vor allem Jugendliche stärker in die Pflicht nimmt. Kernpunkte sind eine ausgeweitete Helmpflicht für junge Lenkerinnen und Lenker sowie technische Vorgaben und ein niedrigeres Alkohollimit für E-Scooter. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) sieht in den Änderungen einen Schritt zu mehr Sicherheit, fordert aber über die gesetzlichen Mindeststandards hinaus das Tragen von Helmen in allen Altersgruppen.

Die Helmpflicht wird nach Fahrzeugkategorien und Alter differenziert. Auf herkömmlichen, muskelbetriebenen Fahrrädern bleibt es bei der bekannten Regel: Bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr ist ein Helm verpflichtend. Für E-Bikes mit Pedalen steigt die Altersgrenze nun auf 14 Jahre, für E-Scooter gilt ab Mai eine Helmpflicht bis zum 16. Geburtstag. Wer sich nicht daran hält, muss mit saftigen Strafen rechnen: Für 14- oder 15-Jährige ohne Helm am E-Scooter sind theoretisch bis zu 726 Euro Geldstrafe vorgesehen, in der Praxis rechnen Experten mit Beträgen zwischen 50 und 100 Euro. Das KFV verweist zugleich darauf, dass die Mehrheit der Verunfallten deutlich älter ist als die nun gesetzlich erfassten Altersgruppen.

Parallel zu den Altersvorgaben verschärft der Gesetzgeber die technischen und alkoholrechtlichen Bestimmungen für E-Scooter. Künftig müssen die elektrischen Roller mit Blinkern und einer Klingel ausgestattet sein. Zudem sinkt die Promillegrenze für E-Scooter-Lenker von bisher 0,8 auf 0,5 Promille und liegt damit unter jener für Rad- und E-Bike-Fahrer, für die weiterhin ein Limit von 0,8 Promille gilt. Die Anpassungen verstehen sich als Reaktion auf eine hohe Zahl von Unfällen mit E-Scootern, etwa knapp 2.100 Vorfälle in einem Bundesland innerhalb eines Jahres. Eine weitere StVO-Anpassung ist für 1. Oktober angekündigt, sie soll unter anderem E-Mopeds betreffen, die derzeit noch als Fahrräder gelten.

Verkehrssicherheitsexperten und Medizinerinnen mahnen, die neuen gesetzlichen Mindestvorgaben nicht als Obergrenze zu verstehen. KFV-Direktor Christian Schimanofsky betont, dass in Österreich pro Jahr rund 1.000 schwere Kopfverletzungen verhindert werden könnten, würden alle E-Bike- und E-Scooter-Nutzerinnen und -Nutzer einen Helm tragen. Laut KFV sind beim E-Bike 97 Prozent der Verletzten 14 Jahre oder älter, bei E-Scootern sind 82 Prozent der Verletzten 16 Jahre oder älter – also Gruppen, für die keine Helmpflicht vorgesehen ist. Die Anästhesistin und Notärztin Rebana Scherzer verweist auf Schädel-Hirn-Verletzungen als eine der häufigsten Todesursachen nach Unfällen und warnt vor schweren Langzeitfolgen, insbesondere bei älteren Menschen. Das KFV startet daher begleitend zur StVO-Novelle eine Informationskampagne und empfiehlt altersunabhängig das Tragen eines Helms.