Prinz Abdulaziz bin Talal würdigt die Gründer der Mikrofinanzbanken des AGFUND, die den Grundstein für dessen Entwicklungswirkung gelegt haben.
BANGKOK, 17. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Das Arabische Golf-Programm für Entwicklung (AGFUND) gewann den Preis "Excellence in Inclusive Banking and Social Impact" bei den Sustainable Development Goals Awards 2026, die vom World Savings and Retail Banking Institute (WSBI) in Zusammenarbeit mit der European Savings and Retail Banking Group (ESBG) organisiert wurden.
AGFUND-CEO Hammam bin Nasser bin Juraid nahm die Auszeichnung in Bangkok, Thailand, im Rahmen der Jahrestagungen des Internationalen Währungsfonds und der Weltbankgruppe entgegen.
Seine Königliche Hoheit Prinz Abdulaziz bin Talal bin Abdulaziz, Präsident von AGFUND, sagte, die Anerkennung würdige die Erfahrung von AGFUND bei der Nutzung von Finanzdienstleistungen zur Stärkung unterversorgter Gemeinschaften, zur Festigung der Lebensgrundlagen und zur Förderung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit.
Er würdigte die Gründer der Mikrofinanzbanken von AGFUND, insbesondere den verstorbenen Prinzen Talal bin Abdulaziz, für die Gründung von Institutionen, die auf die Stärkung der Bevölkerung ausgerichtet sind.
Er fügte hinzu, dass die Auszeichnung das Engagement von über zwei Jahrzehnten, die Hingabe der Banken für finanzielle Inklusion und ihrer Partner sowie der Kunden widerspiegelt, die Finanzierungen in Unternehmen und Familieneinkommen umgewandelt haben. Er betonte die Notwendigkeit, Chancen zu erweitern und Erfolg an nachhaltigen Verbesserungen im Leben der Menschen zu messen.
Prinz Abdulaziz betonte, dass diese Anerkennung den Wert von Institutionen widerspiegelt, die sich an ausgeschlossene Bevölkerungsgruppen wenden, und einen breiteren Zugang und wirtschaftliche Chancen für Familien fördert.
Das Finanzinklusionsbankennetzwerk von AGFUND hat seit seiner Gründung mehr als 1,3 Millionen Kunden betreut und Finanzierungen in Höhe von über 1,37 Milliarden US-Dollar ausgezahlt. Frauen stellen 59 Prozent der Kreditnehmer dar, was ihren Beitrag zur wirtschaftlichen Stärkung unterstreicht.
Der Preis, der von WSBI (gegründet 1924) und ESBG gemeinsam verliehen wird, würdigt einen Ansatz, der Finanzdienstleistungen, soziale Wirkung und nachhaltige Entwicklung miteinander verbindet.
Nach der Gründung ihrer ersten Bank in Jordanien im Jahr 2004 expandierte AGFUND in neun Länder: Jordanien, Jemen, Bahrain, Syrien, Libanon, Palästina, Sudan, Mauretanien und Sierra Leone, wobei der Schwerpunkt auf Gemeinschaften liegt, die von herkömmlichen Finanzinstitutionen nicht ausreichend bedient werden.
Das Netzwerk hat mehr als 1,5 Millionen Kredite vergeben, über 927.000 Sparkonten eröffnet, 112 Filialen gegründet und mehr als 1.500 Mitarbeiter beschäftigt. Die Dienstleistungen des Unternehmens finanzieren Kleinst- und Kleinunternehmen sowie einkommensschaffende Aktivitäten und verbessern so die Lebensgrundlagen und die wirtschaftliche Unabhängigkeit.
AGFUND plant, Entwicklungspartnerschaften zu stärken, digitale Lösungen und innovative Finanzprodukte voranzutreiben und Finanzierung mit Schulungen, Kapazitätsentwicklung, Marktzugang und Risikoschutz zu verknüpfen.
Darüber hinaus prüft das Unternehmen eine geografische Expansion, insbesondere in Afrika, durch institutionelle Partnerschaften, die erfolgreiche Ansätze an lokale Bedürfnisse anpassen und eine nachhaltige finanzielle Inklusion auf mehr Gemeinschaften ausweiten.
Website - https://agfund.org/

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Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat die innenpolitische Debatte über den Umgang mit Jugendkriminalität und die Ausgestaltung des Sozialsystems neu angeheizt. In der ORF-„Pressestunde“ brachte der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz die seit Jahren umstrittene Forderung seiner Partei erneut auf den Tisch, die Strafmündigkeit in Österreich von derzeit 14 auf zwölf Jahre zu senken. „Wer früh Grenzen übertritt, der muss auch damit rechnen, dass früh Grenzen aufgezeigt werden“, sagte Wallner. Allein mit Strafrecht sei es aus seiner Sicht jedoch nicht getan; parallel brauche es ein „Netz an verpflichtenden Unterstützungen“ für betroffene Kinder und Familien.
Zur Begründung verwies Wallner auf Entwicklungen in Schweden. Dort werde über Gefängnisstrafen für 13-Jährige diskutiert, nachdem Berichte über Jugendliche kursierten, die von erwachsenen Tätern für Straftaten instrumentalisiert werden sollen. Eine „Situation wie in den Vororten Stockholms“ wolle er in Österreich verhindern, so der Landeshauptmann, der betonte, er wolle „nicht den Teufel an die Wand malen“, aber vor Fehlentwicklungen warnen. Die ÖVP hatte bereits 2024, unter anderem nach Fällen von Jugendkriminalität, eine Absenkung der Strafmündigkeit gefordert; damals war Innenminister Gerhard Karner treibende Kraft der Debatte.
In der früheren schwarz-grünen Koalition konnte sich die Volkspartei mit dieser Linie nicht durchsetzen. „Mit den Grünen war das aber praktisch unmöglich“, sagte Wallner rückblickend. Aus den Reihen der Grünen kam auch diesmal umgehend Widerspruch. Die grüne Sicherheitssprecherin Agnes Sirkka Prammer bezeichnete es als „Scheinlösung“, Zwölfjährigen mit dem Strafrecht zu begegnen, und plädierte für einen Schwerpunkt auf Prävention: Kinder- und Jugendhilfe, Familienarbeit, Schulsozialarbeit und psychologische Unterstützung müssten ausgebaut werden. Die Länder seien gefordert, dafür ausreichend Ressourcen bereitzustellen.
Parallel zu der Sicherheitsdebatte positionierte sich Wallner bei der anstehenden Neuordnung der Sozialhilfe, einem der zentralen Themen, über die sich die Bundesregierung im Herbst verständigen will. Die Verhandlungen laufen bereits, in der kommenden Woche sollen sie fortgesetzt werden. Wallner betonte, es brauche „eine Sozialhilfe, die Armut verhindert“, warnte aber zugleich vor einer möglichen „Zuwanderung ins System“ und forderte klare Wartefristen für Asylberechtigte. Die Reform müsse auf eine möglichst kurze Bezugsdauer abzielen; Vorarlberg sei hier, was die Dauer des Sozialhilfebezugs betreffe, Vorreiter.
Bei den Leistungen spricht sich Wallner für eine Obergrenze aus. „Ohne Obergrenze wird es nicht gehen“, sagte er mit Blick auf die Gesamtsumme, die ein Haushalt aus der Sozialhilfe beziehen kann. Auch gestaffelte Kinderregelsätze seien aus seiner Sicht notwendig. Jedes Kind sei „gleich viel wert“, aber die Kosten verdreifachten sich nicht automatisch bei drei Kindern, argumentierte der Landeshauptmann. Die neue Sozialhilfe soll nach aktueller Planung mit 1. Jänner 2027 in Kraft treten. Ob der enge Zeitplan hält, ließ Wallner offen, fügte aber hinzu: „Wenn man will, schon“ – und appellierte daran, die Bundesländer „möglichst schnell an den Tisch zu holen“.