Eine Studie der Fachhochschule Breda (BUas) beleuchtet den gesamten Reiseverlauf von Flugreisenden mit körperlichen und geistigen Behinderungen, und fordert einen auf Mitgestaltung basierenden Ansatz – gerade jetzt, da das europäische Barrierefreiheitsgesetz in sein zweites Jahr geht.
BREDA, Niederlande, 1. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Während sich Millionen Europäer auf ihren Sommerurlaub vorbereiten, beleuchtet diese Studie eine Realität, die oft unbemerkt bleibt. Da fast jeder vierte Erwachsene in der EU mit einer Behinderung lebt – das sind rund 90 Millionen Menschen –, ist die Barrierefreiheit im Flugverkehr eine allgemeine Notwendigkeit und eine zunehmend wichtige Priorität für die Branche. Doch trotz umfangreicher Vorschriften und aktueller Standards ist das Fliegen mit „ " für diese Passagiere oft immer noch eine belastende und mitunter unwürdige Erfahrung. Die Untersuchung zeigt, dass in jeder Phase des Kundenpfads weiterhin Hindernisse bestehen.
Das Risiko der Ausgrenzung
Die Studie, die in der Fachzeitschrift „ : Research in Transportation Business & Management" (Elsevier) veröffentlicht wurde, umfasst Fahrgäste mit den unterschiedlichsten Behinderungen, darunter Rollstuhlfahrer, Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigungen sowie Personen mit nicht offensichtlichen Beeinträchtigungen wie Autismus oder Angststörungen. Die Forscher untersuchten jeden Berührungspunkt der Passagierreise, von der (Online-)Buchung bis zur Gepäckausgabe, mit dem Ziel, die aktuelle Situation besser zu verstehen und zu unterstützen.
Angesichts des für das kommende Jahrzehnt erwarteten Passagierwachstums läuft die Branche Gefahr, ein System auszubauen, das einen erheblichen Teil der Bevölkerung ausschließt. Um diesem Problem entgegenzuwirken, arbeitet die BUas gemeinsam mit europäischen Hochschulpartnern an dem Projekt „ " (INCLAVI) (Inclusive Aviation), einem von der EU im Rahmen von Erasmus+ geförderten Projekt, das die erforderlichen Bildungsangebote und Kenntnisse entwickelt, um den Flugverkehr inklusiver zu gestalten. Die Forscher führten zwei neue Konzepte ein: , kumulative Auswirkungen von Barrieren und , standardisierte Flexibilität.
Das Problem reicht tiefer als die Infrastruktur
Zwar sind physische Barrieren nach wie vor weit verbreitet , doch die Studie hebt etwas hervor, das noch tiefgreifender ist: die kumulative Wirkung von Hindernissen. Ein fehlendes Detail bei der Buchung, Mitarbeiter, die es versäumen, beim Check-in Informationen zur Behinderung weiterzugeben, ein im Frachtraum beschädigter Rollstuhl – – für sich genommen ist keines dieser Probleme katastrophal. Zusammen bilden sie ein Muster, das die Passagiere zermürbt und ihre Würde sowie ihr Vertrauen in das Luftverkehrssystem untergräbt.
„Es gibt zwar zahlreiche Vorschriften und Standards, doch die Probleme bestehen weiterhin", sagt Simone Moretti, leitende Wissenschaftlerin im Bereich „Auswirkungen des Tourismus auf die Gesellschaft" an der BUas. Die Luftfahrtbranche hat zwar gute Absichten, doch für einen beständigen, würdevollen Service ist mehr erforderlich als nur die Einhaltung von Vorschriften. „Dazu muss man wirklich verstehen, was diese Fahrgäste durchmachen."
Ein Aufruf zur gemeinsamen Gestaltung
Die Forscher fordern die Luftfahrtbranche auf, Passagiere mit körperlichen und geistigen Behinderungen aktiv in die Gestaltung neuer Dienstleistungen und Infrastrukturen einzubeziehen. Nur durch echte gemeinsame Gestaltung kann ein systemischer Wandel Fuß fassen. Die Luftfahrt muss sich nicht zwischen einheitlichen Sicherheitsstandards und individueller Anpassungsfähigkeit entscheiden; Verbesserungen können flächendeckend an allen Flughäfen umgesetzt werden und dennoch auf die spezifischen Bedürfnisse jedes einzelnen Passagiers zugeschnitten sein. Als praktische Hilfestellung haben die BUas und ihre Partner einen kostenlosen Schulungskurs für Fachkräfte aus der Luftfahrtbranche entwickelt.
Hinweis für Redakteure
Die Fachhochschule Breda ist eine international ausgerichtete Hochschule mit verschiedenen Studiengängen in den Bereichen Freizeit, Tourismus und Gastgewerbe.
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Die Wolftank Group hat auf ihrer ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2026 den Kurs für die nächsten Jahre abgesteckt und zugleich die Kapitalmarktkompetenz im Aufsichtsrat ausgebaut. Die Aktionäre des auf Umwelttechnologien und emissionsfreie Infrastrukturlösungen spezialisierten Unternehmens stimmten allen zur Beschlussfassung vorgelegten Tagesordnungspunkten zu. Zentrale Themen waren die Präsentation des Jahresergebnisses 2025, die neue Wachstumsstrategie „GreenLead 2030“ sowie eine Satzungsänderung zur Erweiterung des Aufsichtsrats.
Mit „GreenLead 2030“ peilt die Wolftank Group nach Unternehmensangaben einen Umsatz von 250 Millionen Euro und eine EBITDA-Marge von zwölf Prozent an. Nach der Vorstellung der Ergebnisse für 2025 folgte die Hauptversammlung dem Vorschlag des Vorstands, den im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 ausgewiesenen Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen. Zugleich wurden Vorstand und Aufsichtsrat für das abgelaufene Geschäftsjahr entlastet, was als Vertrauensbeweis der Aktionäre in die Unternehmensführung gewertet werden kann.
Strukturell stellte Wolftank die Weichen über eine Satzungsänderung, mit der die Höchstzahl der Aufsichtsratsmitglieder von fünf auf sechs angehoben wurde. Neben den bisherigen Mitgliedern Dr. Andreas Aufschnaiter (Vorsitz), Dr. Peter Podesser (stellvertretender Vorsitz), Dr. Peter Werth, David Hofmann und Raphaela Lindlbauer wurde erstmals Marcel Maschmeyer in das Kontrollgremium gewählt. Damit wird das Gremium um eine zusätzliche Stimme mit ausgewiesener Expertise im Investment- und Kapitalmarktbereich ergänzt.
Maschmeyer ist Vorstand der Paladin Langfrist KGaA und Geschäftsführer der Paladin Invest GmbH. Das auf börsennotierte Small- und Mid-Cap-Unternehmen spezialisierte Investmenthaus Paladin hat sein Engagement bei der Wolftank Group im vergangenen Jahr deutlich erhöht und zählt inzwischen zu den größten Aktionären des Unternehmens. Mit dem Einzug des Paladin-Vertreters in den Aufsichtsrat bindet Wolftank einen wichtigen Investor enger ein und verstärkt zugleich das Profil des Unternehmens gegenüber dem Kapitalmarkt.