Control Risks gibt die Ernennung von Bill Udell zum Vorstandsvorsitzenden bekannt

19.05.2026

LONDON, 18. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Control Risks, das weltweit tätige Unternehmen für strategische Informationen und Sicherheit, gibt heute bekannt, dass Bill Udell mit Wirkung zum 1. Juni 2026 die Position des Chief Executive Officer übernehmen wird. Udell tritt die Nachfolge von Nick Allan an, der nach 25 Jahren im Unternehmen, davon siebeneinhalb Jahre als CEO, zurücktritt.

Bill Udell wird am 1. Juni 2026 CEO von Control Risks

Nachdem er das Unternehmen durch eine Phase bedeutender Weiterentwicklung geführt, seine globale Position gestärkt und seine strategische Ausrichtung geprägt hat, sind sich Allan und der Vorstand einig, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um das Unternehmen unter neuer Führung weiterzuentwickeln und die nächste Phase seiner Entwicklung voranzutreiben.

Udell ist derzeit als Managing Partner im Bereich Global Security tätig und Mitglied des Vorstands sowie des Exekutivkomitees. Er leitet die Bereitstellung integrierter Sicherheits- und strategischer Informationsdienstleistungen, die Beratung, operative Unterstützung und komplexes Risikomanagement umfassen. Zuvor leitete er das Amerika-Geschäft des Unternehmens und spielte eine Schlüsselrolle bei der Stärkung des integrierten, informationsgesteuerten Ansatzes von Control Risks.

Der Vorstand wählte Udell aufgrund seines klaren Verständnisses der Chancen des Unternehmens, seiner praktischen und überzeugenden Vision für dessen Zukunft sowie seiner nachweislichen Erfolge bei der Umsetzung von Veränderungen im gesamten Unternehmen aus.

Dominic Casserley, Vorsitzender von Control Risks, sagte: „Bill stach im Auswahlverfahren durch seine klare Denkweise, sein tiefes Verständnis dafür, in welche Richtung sich das Unternehmen weiterentwickeln muss, und seine Fähigkeit hervor, strategische Visionen mit disziplinierter Umsetzung zu verbinden. Er bringt die richtige Mischung aus Erfahrung, Energie und Weitblick mit, um Control Risks in die nächste Phase zu führen und unsere Position als strategischer Intelligence- und Sicherheitspartner für Kunden weltweit zu stärken."

Zu seiner Ernennung sagte Udell: „Es ist mir eine Ehre, zum Chief Executive dieses bemerkenswerten Unternehmens ernannt worden zu sein. Indem ich meine Bemühungen auf die sich wandelnden Bedürfnisse unserer Kunden konzentriere, bin ich überzeugt, dass Control Risks gut aufgestellt ist, um seine Marktposition weiter zu stärken."

Control Risks

Control Risks ist ein globales Unternehmen für strategische Intelligence und Sicherheit, das ein vertrauenswürdiger Partner für 80 % der Fortune-500-Unternehmen und 62 % der Fortune-Global-500-Unternehmen ist. Unser globales Team sorgt für entscheidende Klarheit in Strategie und operativer Umsetzung – von der Beratung bis zur Umsetzung – und stützt sich dabei auf mehr als 50 Jahre Erfahrung in 178 Ländern. Wir helfen unseren Kunden, Risiken zu antizipieren, Menschen, Vermögenswerte und den Ruf zu schützen sowie Chancen zu nutzen – vom Sitzungssaal bis hin zu den komplexesten und risikoreichsten Umgebungen. Wenn die Aussichten ungewiss sind und viel auf dem Spiel steht, reagieren wir mit Einsicht und Tatkraft.

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Weitere Betrugsvorwürfe gegen René Benko im Signa-Komplex

15.06.2026

Im Insolvenzkomplex rund um den einstigen Signa-Konzern steht Firmengründer René Benko vor einem weiteren Strafverfahren. Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat beim Landesgericht Innsbruck erneut Anklage wegen schweren Betrugs und Schädigung von Gläubigerinteressen (betrügerischer Krida) eingebracht. Der 49‑jährige Investor befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Die neue Anklage ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung, Benko bestreitet sämtliche Vorwürfe.

Kern des aktuellen Verfahrens ist eine Garantieerklärung gegenüber einem Investor beziehungsweise den Vertretern einer Privatstiftung, hinter der nach Medienangaben der frühere Strabag‑Chef Hans-Peter Haselsteiner stehen dürfte. Nach Darstellung der WKStA soll Benko eine „wahrheitswidrige Garantie“ abgegeben und die Stiftung dadurch um rund fünf Millionen Euro geschädigt haben. Konkret sollen die vertretungsbefugten Organe der Stiftung durch die Erklärung dazu veranlasst worden sein, etwa 3,3 Millionen Euro an die Signa Holding zu überweisen und auf die Rückforderung weiterer rund 1,7 Millionen Euro zu verzichten.

Der Garantie zufolge sei der Privatstiftung eine Zahlung von in Summe rund fünf Millionen Euro bis spätestens 30. Juni 2024 zugesichert worden. Diese Rückzahlung sei jedoch ausgeblieben, so die Anklagebehörde. Dadurch soll die Stiftung in Millionenhöhe geschädigt und im Gegenzug die Signa Holding sowie eine weitere Gesellschaft unrechtmäßig bereichert worden sein. Neben dieser angeblichen Falschgarantie wirft die WKStA Benko vor, im Zuge der Signa-Insolvenz sowie seiner persönlichen Insolvenz ein Jagdgewehr im Wert von rund 80.000 Euro vor den Gläubigern verborgen zu haben und damit deren Befriedigung vereitelt zu haben.

Benko war über zwei Jahrzehnte eine der prominentesten Unternehmerfiguren im deutschsprachigen Raum. Mit einem dicht verschachtelten Geflecht aus Immobilien- und Handelsbeteiligungen baute er das Signa-Imperium auf, zu dem zeitweise auch die deutschen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof gehörten. Steigende Zinsen, höhere Baukosten und aggressive Zukäufe trugen letztlich zur Insolvenz des Konzerns bei. Im weitläufigen Signa-Komplex wird der ehemalige Milliardär von der WKStA unter anderem wegen Betrugs, Untreue und Bankrotts verdächtigt; weitere Anklagen hält die Behörde für möglich.

Der Investor ist bereits in zwei ähnlichen Verfahren verurteilt worden, beide Urteile sind jedoch noch nicht rechtskräftig. Im Oktober 2025 verhängte ein Gericht eine zweijährige Haftstrafe, im Dezember desselben Jahres folgte wegen Schädigung von Gläubigern eine weitere Verurteilung zu 15 Monaten auf Bewährung sowie eine Geldstrafe. Parallel dazu laufen mehrere Ermittlungsstränge, die auch andere frühere Führungskräfte aus dem Signa-Umfeld betreffen. Die jetzige Anklage erhöht den juristischen Druck auf Benko weiter und dürfte die Aufarbeitung einer der spektakulärsten Unternehmenspleiten im deutschsprachigen Raum zusätzlich in die Länge ziehen.