Das Guangdong-Museum veröffentlicht eine bahnbrechende Sammlungsreihe über chinesische Kulturschätze

29.06.2026

GUANGZHOU, China, 29. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Dies ist ein Nachrichtenbericht aus dem Süden Chinas:   

Das Guangdong-Museum, das eine der herausragendsten Sammlungen kultureller Relikte Chinas beherbergt, macht seine wertvollen Exponate im Rahmen seines laufenden Publikationsprojekts einem weltweiten Publikum zugänglich: Meisterwerke-Sammlung des Guangdong-Museums. Es handelt sich um einen mehrbändigen Katalog, der die repräsentativsten Kulturschätze des Museums vorstellt.

Das in Guangzhou gelegene Museum zählt zu den führenden nationalen Museen Chinas und beherbergt eine der umfassendsten Sammlungen in Südchina. Die Sammlungen umfassen antike Geschichte, bildende Kunst, Kulturgüter aus der Revolutionszeit sowie naturkundliche Exponate. Die Sammlungen des Museums mit antiken chinesischen Gemälden und Kalligraphien sowie antiker Keramik zählen zu den besten des Landes. Die Sammlung von Exportkunstwerken, Chaozhou-Holzschnitzereien und Duan-Tuschesteinen ist landesweit unübertroffen.

Die Meisterwerkssammlung des Guangdong-Museums schafft einen gelungenen Ausgleich zwischen strenger wissenschaftlicher Forschung und künstlerischer Wertschätzung und präsentiert eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl der schönsten Exponate des Museums. Die Sammlung soll die Essenz der chinesischen Zivilisation veranschaulichen und Lesern aus aller Welt das einzigartige kulturelle Erbe von Lingnan – Chinas südlicher Küstenregion – näherbringen.

Die gesamte Reihe umfasst 15 Bände, von denen bereits mehr als 10 erschienen sind, darunter Sonderbände zu Keramik, Malerei und Kalligraphie sowie zu den dekorativen Künsten. Jeder Band enthält 130 bis 180 repräsentative Exponate, ergänzt durch hochauflösende Fotos, detaillierte Nahaufnahmen und fundierte wissenschaftliche Erläuterungen, die deren historische und kulturelle Bedeutung beleuchten.

Auch die Gestaltung der Publikation spiegelt die Identität des Museums wider. Inspiriert von der ikonischen Architektur des Gebäudes – das oft als „Mondlicht-Schatzkiste" bezeichnet wird – zeichnen sich die Einbände durch ein elegantes Design aus, bei dem dunkelgraue und rote Farbtöne dominieren. Ein geprägtes chinesisches Schriftzeichen, das „Sammlung" bedeutet, ist mit Motiven verziert, die von den in jedem Band vorgestellten Exponaten inspiriert sind. Dadurch entsteht eine unverwechselbare optische Handschrift, die traditionelle Handwerkskunst nahtlos mit modernem Design verbindet.

Seit ihrer Veröffentlichung hat die Reihe bei Wissenschaftlern, Sammlern und Museumsliebhabern große Anerkennung gefunden. Durch die systematische Dokumentation seiner Sammlungen hat sich das Museum zu einer maßgeblichen Anlaufstelle für die Lingnan-Kulturforschung und zu einer wertvollen Quelle für alle entwickelt, die sich für chinesische Kunst und Geschichte interessieren. Mehrere Bände wurden zudem von renommierten ausländischen Institutionen, darunter die British Library, in ihre Bestände aufgenommen.

Die Meisterwerkssammlung des Guangdong-Museums ist weit mehr als nur ein gewöhnlicher Katalog von Museumsschätzen – sie ist ein wichtiges kulturelles Medium. Sie bietet Lesern weltweit die Möglichkeit, die Geschichten, die Kunst und das kulturelle Erbe, die Guangdong prägen, nachzuverfolgen und so das allgemeine Verständnis der chinesischen Zivilisation weiter zu vertiefen.

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Purpurfarbene Busse statt Züge: Deutsche Bahn modernisiert Ostbayerns zentrale Magistrale

15.06.2026

Auf einer der wichtigsten Bahnachsen Ostbayerns ruht für ein halbes Jahr der reguläre Zugverkehr. Die DB InfraGO hat die Korridorsanierung der Strecke Obertraubling–Passau gestartet und die Verbindung weitgehend voll gesperrt. Von diesem Sonntag an bis zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember wird die Infrastruktur auf rund 120 Kilometern umfassend erneuert. Das Investitionsvolumen liegt nach Bahnangaben bei rund 1,3 Milliarden Euro inklusive Risikopuffer.

Die Arbeiten schließen unmittelbar an die seit Anfang Februar laufende Generalsanierung der stark befahrenen Strecke Nürnberg–Regensburg an, die bis 10. Juli abgeschlossen sein soll. Auf dem Abschnitt bis Passau erneuert die Bahn Gleise, mehr als 140 Weichen und etwa 90 Kilometer Oberleitungen. Mehrere Stellwerke werden ersetzt oder instand gesetzt, veraltete Relais‑Technik weicht moderner Elektronik. Hinzu kommen eine Eisenbahnüberführung und fünf Personenunterführungen; im Bereich Osterhofen muss an einer Moorstelle nahe der Donau der Untergrund aufwendig verfestigt werden. Acht Bahnhöfe werden modernisiert und mit höheren Bahnsteigen schrittweise barrierefrei ausgebaut – Arbeiten, die bis ins Frühjahr 2027 hineinreichen.

Für Reisende hat die Sanierung gravierende Folgen. Im Nahverkehr richtet die Bahn zusammen mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft ein dichtes Netz an Schienenersatzverkehr ein. Rund 90 Busse sind auf sechs Linien unterwegs; sie und die Wegweiser sind in auffälligem Purpur gestaltet, um die Orientierung zu erleichtern. Im Fernverkehr entfallen die Züge zwischen Nürnberg beziehungsweise Regensburg und Passau sowie weiter nach Wien komplett. Fahrgäste Richtung Österreich werden auf Verbindungen über München verwiesen, zusätzliche Züge über Mühldorf und Salzburg sowie ein Ersatzbusangebot für Passauer Fernreisende sollen die Auswirkungen abfedern.

Aus der Politik kommt grundsätzliche Unterstützung, zugleich aber auch der Hinweis auf die Belastungen für Region und Wirtschaft. Der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Lange betonte, wer eine leistungsfähige, verlässliche Bahn wolle, müsse jetzt entschlossen modernisieren; am Ende profitierten Fahrgäste und Wirtschaftsstandort. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter sprach mit Blick auf den kurzen Abstand zur Baustelle Nürnberg–Regensburg von einer zweiten großen Belastung binnen kürzester Zeit für Fahrgäste und Unternehmen in Ostbayern. Für die Bahn ist der Korridor zwischen Regensburg und Passau zugleich Testfeld für die Strategie, ganze Streckenabschnitte in gebündelten Sperrpausen grundlegend zu erneuern, um langfristig die Pünktlichkeit zu verbessern.