Über 400.000 KITKAT-Schokoladenriegel sind während des Transports verschwunden und könnten nun in ganz Europa im Umlauf sein
VEVEY, Schweiz, 27. März 2026 /PRNewswire/ -- KITKAT hat heute bestätigt, dass ein Lkw, der 413.793 Einheiten seiner neuen Schokoladenserie transportierte, während des Transports in Europa gestohlen wurde.

Die rund 12 Tonnen schwere Ladung verschwand letzte Woche auf dem Transportweg zwischen Produktions- und Vertriebsstandorten. Nachdem die Riegel letzte Woche Mittelitalien verlassen hatten, sollten sie in ganz Europa verteilt werden. Die 1.250 bis 1.350 km lange Route sollte schließlich in Polen enden. Das Fahrzeug und sein Inhalt sind nach wie vor unauffindbar, und die Ermittlungen werden in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden und den Partnern in der Lieferkette fortgesetzt.
Das Produkt selbst ist zwar unbedenklich, und die Partner wurden bereits informiert, doch KITKAT geht davon aus, dass die fehlenden Artikel in inoffizielle Vertriebskanäle auf den europäischen Märkten gelangen könnten. Sollte dies dennoch geschehen, lassen sich alle Produkte anhand des eindeutigen Chargencodes zurückverfolgen, der jedem einzelnen Riegel zugewiesen ist.
Verbraucher, Einzelhändler und Großhändler können durch Scannen der Chargennummern auf der Verpackung feststellen, ob ein Produkt Teil der gestohlenen Lieferung ist. Wird eine Übereinstimmung gefunden, erhält der Scanner klare Anweisungen, wie er KITKAT benachrichtigen soll, das die Beweise dann entsprechend weiterleitet.
Der Diebstahl ereignete sich kurz nach der Veröffentlichung eines gemeinsamen Berichts¹ der International Union of Marine Insurance (IUMI) und der Transported Asset Protection Association (TAPA) EMEA, in dem ein alarmierender Anstieg von Ladungsdiebstählen und Frachtbetrug beschrieben wurde – wobei immer raffiniertere Betrugsmethoden zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Ein Sprecher von KITKAT sagte:
„Wir haben die Menschen schon immer dazu ermuntert, sich mit KITKAT eine Auszeit zu gönnen – doch offenbar haben Diebe diese Botschaft allzu wörtlich genommen und sich mit mehr als 12 Tonnen unserer Schokolade aus dem Staub gemacht.
Auch wenn wir den ausgezeichneten Geschmack der Kriminellen zu schätzen wissen, ist es doch Fakt, dass Ladungsdiebstahl für Unternehmen jeder Größe ein immer größeres Problem darstellt. Da regelmäßig immer raffiniertere Betrugsmaschen zum Einsatz kommen, haben wir beschlossen, unsere eigenen Erfahrungen öffentlich zu machen, in der Hoffnung, dass dies das Bewusstsein für einen zunehmend verbreiteten kriminellen Trend schärft."
Verbraucher werden gebeten, nicht zu versuchen, gestohlene Gegenstände aufzuspüren, zu handhaben oder wiederzubeschaffen, und keine direkten Maßnahmen zu ergreifen.
Alle relevanten Informationen sollten über den oben genannten Kanal oder an die örtlichen Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet werden.
KITKAT wird die Ermittlungen weiterhin unterstützen und gegebenenfalls weitere Informationen bereitstellen.
Hinweise für Redakteure
1. IUMI- und TAPA EMEA-Bericht
Foto – https://mma.prnewswire.com/media/2944328/KITKAT.jpg
View original content:https://www.prnewswire.com/news-releases/diebe-machen-sich-aus-dem-staub-12-tonnen-kitkat-verschwunden-302727472.html
Österreich hat drei russische Diplomaten wegen des Verdachts der Spionage des Landes verwiesen und sie zu „persona non grata“ erklärt. Nach Angaben der Regierung sollen die betroffenen Mitarbeiter der russischen Vertretungen in Wien in Aktivitäten verwickelt gewesen sein, die als nachrichtendienstliche Operationen gelten. Die Außenministerin Beate Meinl-Reisinger betonte, es sei „inakzeptabel“, diplomatische Immunität für Spionage zu nutzen. Laut einer Erklärung aus Wien haben die drei Diplomaten Österreich bereits verlassen.
Nach Berichten des österreichischen Rundfunks ORF sollen die Diplomaten direkt in satellitengestützte Überwachungstätigkeiten involviert gewesen sein. Es geht demnach um mutmaßliche Spionage gegen in Wien ansässige internationale Organisationen unter Nutzung von Satellitentechnik auf dem Gelände der russischen Botschaft und des russischen Diplomatenkomplexes. Die Regierung hatte bereits im April die Aufhebung der diplomatischen Immunität der drei Betroffenen gefordert, Moskau kam dieser Forderung jedoch nicht nach. Die österreichische Außenministerin verwies in diesem Zusammenhang auf die „Vielzahl von Antennen“ auf den Dächern russischer Vertretungen in Wien, die als Sicherheitsrisiko eingestuft werden.
Wien reagiert auf den Fall auch mit einer geplanten Verschärfung des Strafrechts. Bislang ist Spionage durch ausländische Nachrichtendienste in Österreich nur strafbar, wenn sie sich direkt gegen österreichische Interessen richtet. Die Bundesregierung will nach einem Vorschlag des Justizministeriums einen zusätzlichen Tatbestand einführen, der auch die Interessen internationaler Organisationen – etwa der Vereinten Nationen und ihrer Spezialorganisationen mit Sitz in Wien – schützt. Zudem sollen bestehende Spionageparagrafen verschärft werden. Wien ist nach New York und Genf eines der wichtigsten diplomatischen Zentren weltweit und beherbergt zahlreiche internationale Einrichtungen.
Das russische Botschaftspersonal reagierte empört auf die Entscheidung. Die russische Botschaft in Wien bezeichnete die Ausweisung als „ungehörig, unbegründet, politisch motiviert und völlig inakzeptabel“ und kündigte „scharfe Gegenmaßnahmen“ an. Nach Angaben von Medien sind in Österreich rund 220 Mitarbeiter der russischen Botschaft akkreditiert; seit Beginn des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine im Jahr 2022 wurden bereits rund ein Dutzend russischer Diplomaten des Landes verwiesen. Nach Zählung der Nachrichtenagentur Reuters summierten sich die Ausweisungen seit 2020 auf 14 russische Diplomaten. Aus Moskau kam zunächst keine detaillierte Reaktion auf die jüngste Entscheidung der österreichischen Regierung.