EMH metering und Corinex validieren Breitband-Powerline-Kommunikation für die Digitalisierung von Stromverteilungsnetzen

26.06.2026

VANCOUVER, BC, 26. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Das CASA Smart Meter Gateway (SMGW) wurde erfolgreich für den Einsatz mit der von Corinex Communications Inc. („Corinex") entwickelten Breitband-Powerline-Technologie (BPL) verifiziert. Corinex, ein Anbieter von BPL-basierten Netzlösungen, hat die Integration durch Tests in seinem Labor in Bratislava validiert.

EMH metering and Corinex validate Broadband Powerline Communication for the digitalization of electrical distribution grids (CNW Group/Corinex)

Im Rahmen des Verifizierungsprozesses wurde ein CASA SMGW über das 1T-BPL-Modem von Corinex mit der GWA-Software verbunden. Die Ergebnisse bestätigten die vollständige Kompatibilität zwischen CASA und dem Modem, wobei die Datenübertragung erfolgreich aufgebaut wurde. Im Rahmen dieser Tests erbrachten die beiden Unternehmen den Machbarkeitsnachweis für die Anbindung des CASA SMGW an das 1T-Modem von Corinex.

Peter Sobotka, Geschäftsführer von Corinex, erklärte:

„Die Breitband-Powerline-Technologie bietet eine effektive Grundlage für die Modernisierung und Digitalisierung der Stromverteilungsnetze. Der erfolgreiche Nachweis der Interoperabilität zwischen unserem Modem und CASA stellt einen bedeutenden Meilenstein in diesem Prozess dar."

Peter Heuell, Geschäftsführer von EMH metering, fügte hinzu:

„Unsere Kunden können nun mithilfe unseres Gateways eine BPL-Anbindung realisieren. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu einer verbesserten Kommunikation bei der Einführung von Smart-Meter-Gateways, insbesondere in Gebieten, in denen die Mobilfunkanbindung an ihre Grenzen stößt."

Informationen zu EMH metering GmbH

EMH metering GmbH & Co. KG ist einer der weltweit führenden Anbieter von digitalen Systemen zur Erfassung, Übertragung, Speicherung und Verteilung von Energiemessdaten. Mit intelligenten und integrierten Messsystemen unterstützt EMH metering Energieunternehmen dabei, ihre Energiesysteme zu digitalisieren sowie neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Das Produktangebot umfasst Präzisionszähler für Höchstspannungs- und Übertragungsnetze, Spezialzähler für Mittel- und Niederspannungsverteilnetze, elektronische Haushaltszähler, Hutschienenzähler für industrielle Anwendungen sowie die dazugehörigen Kommunikationssysteme und Gateways. Für den bevorstehenden Smart-Meter-Rollout in Deutschland bietet EMH metering die erforderlichen Produkte und Komponenten an, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. EMH metering wurde 1991 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Gallin bei Hamburg. An insgesamt zwei Standorten sind 300 Beschäftigte tätig.

Informationen zu Corinex

Corinex ist ein führender Anbieter von digitaler Netzverstärkung für Stromverteilungsnetze im Nieder- und Mittelspannungsbereich. Die Plattform kombiniert Breitband-Powerline-Technologie (BPL) mit Echtzeit-Netzüberwachung sowie Edge-Steuerung und unterstützt Energieversorger dabei, ihre Netztransparenz zu verbessern, Engpässe zu bewältigen, Überlastungen zu verhindern sowie die nutzbare Aufnahmekapazität mit bestehender Netzinfrastruktur zu erweitern. Als branchenweit anerkannter Anbieter von BPL-basierten Netzlösungen und wichtiger Mitgestalter der BPL-Standardisierung trägt Corinex dazu bei, interoperable Technologien für Smart Metering, Netzoptimierung sowie intelligente Verteilungsinfrastruktur voranzutreiben.

Corinex Logo (CNW Group/Corinex)

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Purpurfarbene Busse statt Züge: Deutsche Bahn modernisiert Ostbayerns zentrale Magistrale

15.06.2026

Auf einer der wichtigsten Bahnachsen Ostbayerns ruht für ein halbes Jahr der reguläre Zugverkehr. Die DB InfraGO hat die Korridorsanierung der Strecke Obertraubling–Passau gestartet und die Verbindung weitgehend voll gesperrt. Von diesem Sonntag an bis zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember wird die Infrastruktur auf rund 120 Kilometern umfassend erneuert. Das Investitionsvolumen liegt nach Bahnangaben bei rund 1,3 Milliarden Euro inklusive Risikopuffer.

Die Arbeiten schließen unmittelbar an die seit Anfang Februar laufende Generalsanierung der stark befahrenen Strecke Nürnberg–Regensburg an, die bis 10. Juli abgeschlossen sein soll. Auf dem Abschnitt bis Passau erneuert die Bahn Gleise, mehr als 140 Weichen und etwa 90 Kilometer Oberleitungen. Mehrere Stellwerke werden ersetzt oder instand gesetzt, veraltete Relais‑Technik weicht moderner Elektronik. Hinzu kommen eine Eisenbahnüberführung und fünf Personenunterführungen; im Bereich Osterhofen muss an einer Moorstelle nahe der Donau der Untergrund aufwendig verfestigt werden. Acht Bahnhöfe werden modernisiert und mit höheren Bahnsteigen schrittweise barrierefrei ausgebaut – Arbeiten, die bis ins Frühjahr 2027 hineinreichen.

Für Reisende hat die Sanierung gravierende Folgen. Im Nahverkehr richtet die Bahn zusammen mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft ein dichtes Netz an Schienenersatzverkehr ein. Rund 90 Busse sind auf sechs Linien unterwegs; sie und die Wegweiser sind in auffälligem Purpur gestaltet, um die Orientierung zu erleichtern. Im Fernverkehr entfallen die Züge zwischen Nürnberg beziehungsweise Regensburg und Passau sowie weiter nach Wien komplett. Fahrgäste Richtung Österreich werden auf Verbindungen über München verwiesen, zusätzliche Züge über Mühldorf und Salzburg sowie ein Ersatzbusangebot für Passauer Fernreisende sollen die Auswirkungen abfedern.

Aus der Politik kommt grundsätzliche Unterstützung, zugleich aber auch der Hinweis auf die Belastungen für Region und Wirtschaft. Der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Lange betonte, wer eine leistungsfähige, verlässliche Bahn wolle, müsse jetzt entschlossen modernisieren; am Ende profitierten Fahrgäste und Wirtschaftsstandort. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter sprach mit Blick auf den kurzen Abstand zur Baustelle Nürnberg–Regensburg von einer zweiten großen Belastung binnen kürzester Zeit für Fahrgäste und Unternehmen in Ostbayern. Für die Bahn ist der Korridor zwischen Regensburg und Passau zugleich Testfeld für die Strategie, ganze Streckenabschnitte in gebündelten Sperrpausen grundlegend zu erneuern, um langfristig die Pünktlichkeit zu verbessern.