LandGate erweitert globale Plattform für Netzintelligenz um Kartierung europäischer Rechenzentren

02.10.2026

LandGate erfasst mittlerweile mehr als 2100 Standorte in 10 wichtigen europäischen Märkten und stellt standortbezogene Geodaten über GIS, API, MCP-Server oder direkten Datenexport bereit.

LONDON, 2. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- LandGate, der führende Anbieter von Daten sowie Netzintelligenz für die Energie- und digitale Infrastruktur, gab heute die Erweiterung seiner Geodatenplattform zur Kartierung europäischer Rechenzentren bekannt. Der neue Datensatz bietet räumliche Transparenz auf Standortebene, Kennzahlen zur Energieeffizienz sowie eine Betriebsüberwachung in wichtigen internationalen Märkten und ergänzt damit die US-Datenebene von LandGate.

Data Solutions for Energy & Infrastructure

Nach der Übernahme durch Wood Mackenzie im Juni 2026 baut LandGate seine Marktpräsenz sowie seine Kerntechnologie weiterhin rasch aus und festigt damit seine Rolle als führende Informationsplattform für die Standortauswahl und Strombeschaffung weltweit.

„Da sich der Ausbau von Hyperscale-Standorten beschleunigt und KI-Workloads die Anforderungen an die Leistungsdichte auf Rekordhöhen treiben, vollzieht sich in ganz Europa ein struktureller Wandel bei der Standortwahl", sagte Yoann Hispa, Geschäftsführer von LandGate. „Indem wir standortbezogene räumliche Daten aus ganz Europa in unsere Plattform integrieren, stellen wir Entwicklern, Standortauswahlspezialisten sowie Energieexperten die Werkzeuge zur Verfügung, die sie benötigen, um Grundstücke, Stromversorgung, Anbindung und Genehmigungsverfahren gemeinsam zu bewerten."

Datengestützte Analysen für 10 wichtige europäische Märkte

LandGate erfasst mehr als 2100 Einrichtungen in den 10 wichtigsten europäischen Märkten:

  • Vereinigtes Königreich (über 500 Einrichtungen): Dominiert die Abdeckung im Cluster London/Slough. Die Anträge auf Netzanschlüsse belaufen sich derzeit auf über 70 GW.
  • Deutschland (über 450 Einrichtungen): Schwerpunkt in Frankfurt. Geprägt durch das Energieeffizienzgesetz (EnEfG), wonach Neubauten ab Juli 2026 einen PUE-Wert von 1,2 oder weniger erreichen und bis 2027 zu 100 % mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden müssen.
  • Frankreich (über 250 Standorte): Schwerpunkte in Paris und Marseille. Angetrieben durch umfangreiche Investitionszusagen, darunter Brookfields 1-GW-Campus in Cambrai mit einem Investitionsvolumen von 20 Milliarden Euro.
  • Niederlande (ca. 198 Einrichtungen): Schwerpunkt in Amsterdam. Reguliert durch nationale Verbote für Bauvorhaben mit einer Fläche von mehr als 10 Hektar oder einer Leistung von mehr als 70 MW außerhalb ausgewiesener Zonen sowie durch regionale Netzkapazitätsgrenzen bis zum Jahr 2030.
  • Italien (über 180 Einrichtungen): Mit Schwerpunkt in Mailand, unter Nutzung robuster Glasfasernetze und der mediterranen Unterseekabelverbindungen.
  • Spanien (über 130 Einrichtungen): Der Schwerpunkt liegt auf Madrid und Aragón, wo niedrige Grundstückskosten mit der Verfügbarkeit von Stromabnahmeverträgen für groß angelegte Solar- und Windkraftanlagen einhergehen.
  • Irland (über 122 Einrichtungen): Mit Schwerpunkt in Dublin, wo Rechenzentren im Jahr 2023 21 % des nationalen Stromverbrauchs ausmachten. Die Vorschriften schreiben eine vor Ort verfügbare, regelbare Stromerzeugung oder Speicherkapazität sowie die Deckung von 80 % des Strombedarfs aus neuen erneuerbaren Energiequellen vor.
  • Schweden (über 121 Einrichtungen): Besonders attraktiv für KI-Workloads sind Stockholm, Falun und Luleå, wo Wasserkraftreserven sowie niedrige Umgebungstemperaturen genutzt werden können.
  • Polen (über 107 Einrichtungen: Der Schwerpunkt liegt auf Warschau, Katowice und Posen, unterstützt durch Sonderwirtschaftszonen (SWZ) sowie Stromabnahmeverträge mit Unternehmen.
  • Schweiz (über 105 Einrichtungen): Konzentriert auf Zürich und Genf, geprägt von strengen städtebaulichen Flächenbeschränkungen sowie Vorschriften zur geräuscharmen Kühlung.

Flexible Einsatzmöglichkeiten: DASS, GIS, API und MCP-Server

LandGate stellt seinen Datensatz über flexible Unternehmensarchitekturen bereit:

  • GIS-Plattform und DASS: Standorte mithilfe interaktiver Webkarten visuell prüfen.
  • API und Direktexport: Importieren Sie sämtliche Standortattribute, darunter Gesamtleistung, IT-Fläche (White Space), Rack-Kapazität, Status, PUE, Kontaktdaten des Betreibers sowie genaue Koordinaten, direkt in eigene Modelle.
  • MCP-Server-URL: LandGate-Daten direkt in KI-Agenten in Unternehmen einbinden, um Abfragen in natürlicher Sprache zu ermöglichen.

In Verbindung mit mehr als 6200 Standorten in den USA und mehr als 4000 internationalen Standorten in über 160 Ländern bietet LandGate einen einheitlichen Überblick über das globale Angebot an digitaler Infrastruktur.

Informationen zu LandGate

LandGate ist der führende Anbieter von Daten, Netzintelligenz sowie Analysen zur Standortauswahl für die Energie- und Rechenzentrumsbranche. LandGate wurde im Juni 2026 von Wood Mackenzie übernommen und fungiert als agile Plattform zur Unterstützung der globalen Kapitalallokation. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit, eine Demo anzufordern, finden Sie auf www.landgate.com

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Externe Prüfer sehen Wiener MAK nach Raubüberfall ohne Fehlverhalten

08.10.2026

Der bewaffnete Juwelenraub im Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK) vom 27. August ist nach Einschätzung externer Fachleute nicht auf Versäumnisse der Institution zurückzuführen. Ein 34 Seiten umfassendes Gutachten des Sicherheitsconsulting-Unternehmens LifeLine's kommt zu dem Schluss, dass das Haus sowohl bei den technischen Sicherheitsvorkehrungen als auch beim operativen Vorgehen während des Überfalls und im anschließenden Krisenmanagement korrekt gehandelt hat. Die zentrale Frage, ob das Ereignis sicherheitstechnisch und organisatorisch adäquat bewältigt wurde, beantworten die Gutachter mit einem „klaren Ja“.

Im Fokus der Untersuchung stand die Ausstellung „Glanzstücke. Van Cleef & Arpels High Jewelry x Masterpieces from the MAK Collection“, in deren Juwelenraum zwei bewaffnete Täter mitten am Nachmittag eine Vitrine einschlugen und mit einem historischen Diamantcollier flüchteten. Laut Bericht waren alle mit den Vertragspartnern vereinbarten Sicherheitsstandards und Normen erfüllt. Dazu zählten unter anderem der Einsatz von 185 Videokameras, einer dreistelligen Zahl von Alarmsensoren, speziellem Sicherheitsglas sowie geschultem Sicherheitspersonal. Der nach der Tat eingeführte Einsatz von Metalldetektoren war laut Gutachten zuvor weder verlangt noch durch bestehende Standards vorgesehen.

Besonders hervor hebt der Bericht die bewusste Entscheidung für den Vorrang des Personenschutzes vor dem Objektschutz. Aus diesem Grund verzichtete das Museum auf laute Alarmsignale während der Öffnungszeiten und auf bewaffnete Sicherheitskräfte im Ausstellungsbereich. Die direkte Alarmierung von Polizei und hauseigener Sicherheitszentrale wurde den Angaben zufolge um 14:01:22 Uhr ausgelöst und habe „optimal und effizient“ funktioniert. Auch das Verhalten der anwesenden Securitas-Mitarbeitenden wird positiv bewertet: Sie hätten eine unmittelbare Konfrontation mit den bewaffneten Tätern und damit das Risiko einer Eskalation, etwa durch Panik oder mögliche Geiselnahmen, vermieden.

Die Gutachter kommen insgesamt zu dem Befund, dass ein von professionellen Tätern geplanter und durchgeführter Raub unter regulären Öffnungsbedingungen mit „vernünftigen Mitteln“ nicht vollständig zu verhindern gewesen sei – selbst bei Einsatz moderner Überwachungstechnik und etablierter Sicherheitsprotokolle. Aus ihrer Sicht bestätigt der Fall eine bekannte Grenze musealer Schutzkonzepte: Absolute Sicherheit wäre nur um den Preis massiver Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von Besucherinnen und Besuchern zu erreichen, formuliert das Gutachten sinngemäß. Das MAK wird damit für den konkreten Vorfall entlastet, auch wenn der spektakuläre Coup die Debatte über Sicherheitsstandards in Ausstellungshäusern neu anheizen dürfte.