Millionen Besitzer von Elektrofahrzeugen werden durch die vertrauenswürdigste Batteriekennzahl der Branche in die Irre geführt!

06.06.2026

Electrify Europe und ZEVA Global führen weltweit erstmals per Funkübertragung bereitgestellte Berichte zu intelligenten Batterieanalysen ein und stellen damit infrage, wie der Batteriezustand in der Elektrofahrzeugbranche gemessen wird.

HEIST-OP-DEN-BERG, Belgien und VANCOUVER, BC, 6. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Millionen Besitzer von Elektrofahrzeugen verlassen sich auf eine Batteriekennzahl namens State of Health (SoH), um den Zustand ihrer Batterie zu beurteilen. Nach Angaben von Electrify Europe und ZEVA Global ist das ein wachsendes Problem.

ZEVA x Electrify Europe

Obwohl SoH in der Elektrofahrzeugbranche weit verbreitet ist, misst SoH nur die verbleibende Batteriekapazität, nicht aber, ob eine Batterie ausbalanciert ist, sich Fehler entwickeln, Feuchtigkeit eingedrungen ist oder Anzeichen vorzeitiger Degradation auftreten.

Da die Kosten für eine Ersatzbatterie je nach Fahrzeugmodell oft bei mehreren Tausend bis hin zu Zehntausenden US-Dollar liegen, bleibt der Batteriezustand eines der größten finanziellen Risiken im Zusammenhang mit dem Besitz eines Elektrofahrzeugs.

„Eine Batterie kann einen akzeptablen SoH-Wert anzeigen, während sie zugleich ein schweres Ungleichgewicht der Zellen, eine Verunreinigung durch Feuchtigkeit oder Fehler im Batteriemanagementsystem aufweist", sagte Sven Van Passel, Gründer von Electrify Europe. „Nach Jahren der Diagnose und Reparatur von Elektrofahrzeugbatterien haben wir aus erster Hand gesehen, dass die Kapazität allein kein vollständiges Bild liefert."

Das Problem kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für den Markt für Elektrofahrzeuge. Cox Automotive und J.D. Power melden einen Anstieg des Volumens von Elektrofahrzeug-Leasingrückläufern um 185 % bis 230 % gegenüber dem Vorjahr, während die Kosten für den Batteriewechsel weiterhin zu den größten finanziellen Sorgen von Besitzern von Elektrofahrzeugen zählen.

Um auf die von den Unternehmen beschriebene Transparenzlücke bei Batterien zu reagieren, haben sich Electrify Europe und ZEVA Global zusammengeschlossen, um weltweit erstmals per Funkübertragung bereitgestellte Berichte zu intelligenten Batterieanalysen auf den Markt zu bringen, mit denen sich der Batteriezustand aus der Ferne analysieren lässt, ohne dass Hardwareinstallationen, OBD-Geräte, Werkstatttermine oder Batterieentladetests erforderlich sind.

„Verbraucher haben mehr Transparenz über den Zustand der teuersten Komponente in ihrem Fahrzeug verdient", sagte Cedric Blijweert, Geschäftsführer von Electrify Europe. „Unsere Berichte zu intelligenten Batterieanalysen helfen Besitzern, potenzielle Probleme früher zu erkennen, das Austauschrisiko besser zu verstehen und während des gesamten Lebenszyklus ihres Fahrzeugs fundiertere Entscheidungen zu treffen."

Die Unternehmen sind davon überzeugt, dass intelligente Batterieanalysen für den Besitz eines Elektrofahrzeugs ebenso wichtig werden wie Fahrzeughistorienberichte beim Kauf eines Gebrauchtwagens und mit zunehmendem Alter des weltweiten Elektrofahrzeugbestands einen neuen Standard für Batterietransparenz schaffen werden.

„Die Elektrofahrzeugbranche hat viel investiert, um Fahrern zu helfen, Reichweite, Ladevorgänge und Energieverbrauch besser zu verstehen, aber der Batteriezustand ist weitgehend eine Blackbox geblieben", sagte Raymond Reid, Gründer von ZEVA Global. „Wir sind überzeugt, dass das nächste Kapitel der Elektromobilität Batterietransparenz ist: Besitzer können den Zustand ihrer Batterie mit derselben Sicherheit verstehen wie heute ihre Tankanzeige oder ihren Kilometerzähler."

Per Funkübertragung bereitgestellte Berichte zum Batteriezustand sind derzeit weltweit für alle Tesla-Fahrzeuge verfügbar, und die Unterstützung weiterer Hersteller ist für das kommende Jahr geplant.

Weitere Informationen finden Sie auf: http://batteryhealth.zevaglobal.com/

Medienkontakt Electrify Europe: cedric@electrify.eu; Medienkontakt ZEVA Global Inc.: media@zevaglobal.com

Foto – https://mma.prnewswire.com/media/2994477/ZEVA_Global_Inc__Millions_of_EV_Owners_Misled_by_the_Industry_s.jpg

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Taufliegen als Indikatoren: Urbanisierung spiegelt sich in Wiens Insektenwelt wider

15.06.2026

Die Artenvielfalt von Taufliegen (Drosophila) im Raum Wien ist in den vergangenen drei Jahrzehnten massiv eingebrochen. Forschende des Naturhistorischen Museums (NHM) Wien berichten, dass die Zahl der in der Stadt nachgewiesenen Arten im Vergleich zu einer Erhebung aus dem Jahr 1994 um rund 50 Prozent gesunken ist. Die Ergebnisse, die nun im Fachjournal „Ecology and Evolution“ veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass vormals häufige Arten durch zugewanderte Taufliegen verdrängt worden sein könnten.

Grundlage der aktuellen Analyse ist das Citizen-Science-Projekt „Vienna City Fly“, das 2024 einfache Fliegenfallen an freiwillige Laienforscher in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland verteilte. Die zurückgesandten Proben wurden für die nun publizierte Studie gezielt auf Fänge in unmittelbarer Nähe menschlicher Siedlungen beschränkt – also auf Innenräume, Balkone und Gärten. Damit liegt ein detailliertes Bild jener Drosophila-Gemeinschaft vor, die besonders eng an vom Menschen geprägte Lebensräume gebunden ist.

Insgesamt wurden mehr als 18.000 Taufliegen gesammelt und taxonomisch bestimmt; dabei identifizierte das Team um NHM-Forscher Martin Kapun 13 Drosophila-Arten. Bemerkenswert ist der Nachweis zweier Arten, die bislang in Österreich nicht registriert waren: Drosophila (D.) mercatorum und D. virilis. D. mercatorum ist ursprünglich in den USA, Mexiko und Südamerika verbreitet und wurde im vergangenen Jahrhundert nach Europa eingeschleppt, D. virilis stammt aus Asien und hat sich erst seit relativ kurzer Zeit über die nördliche Hemisphäre ausgebreitet.

Die Zusammensetzung der Populationen zeigt eine deutliche Verschiebung hin zu wenigen dominanten Generalisten. D. mercatorum mit rund 8.800 Nachweisen und die Modellorganismus-Art D. melanogaster mit etwa 6.700 Funden waren die mit Abstand häufigsten Spezies in den Proben. „Dominiert wird die Drosophila-Population im Wiener Stadtgebiet von Generalisten mit starker Affinität zum Menschen“, erklärte Kapun der Austria Presse Agentur zufolge. Die Ergebnisse unterstreichen, dass zunehmende Verbauung und die starke Prägung durch menschliche Siedlungen mit einem Rückgang der Biodiversität einhergehen können – auch bei unscheinbaren Insekten, die als wichtige Indikatoren für den Zustand urbaner Ökosysteme gelten.