RIAD, Saudi-Arabien, 5. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Das saudische Ministerium für Industrie und Bodenschätze hat bekannt gegeben, dass die sechste Ausgabe des Future Minerals Forum (FMF) unter der Schirmherrschaft des Hüters der beiden Heiligen Moscheen vom 12. bis 14. Januar 2027 in Riad unter dem Motto „Globale Zusammenarbeit für eine widerstandsfähige Mineralienversorgung" stattfinden wird.

An der fünften Ausgabe, die im Januar 2026 stattfand, nahmen Regierungsvertreter aus 91 Ländern sowie mehr als 64 staatliche und nichtstaatliche Organisationen teil, zusammen mit 21.500 Teilnehmern aus 175 Ländern. Dabei wurden 132 Vereinbarungen und Absichtserklärungen im Wert von mehr als 26,7 Milliarden US-Dollar (100 Milliarden SAR) unterzeichnet, womit sich die Gesamtzahl über fünf Ausgaben auf 398 Vereinbarungen und Absichtserklärungen im Wert von über 75,2 Milliarden US-Dollar (282 Milliarden SAR) beläuft.
Das FMF 2027 wird sich auf die Mobilisierung von Finanzmitteln, die Beschleunigung der Projektentwicklung und die Verkürzung der Zeit bis zur Produktion konzentrieren, um die Mineralienversorgung zu erhöhen und Wertschöpfungsketten im Königreich sowie in aufstrebenden Lieferregionen auszubauen, darunter die „Superregion", die Afrika, West- und Zentralasien sowie Lateinamerika umfasst.
Im Mittelpunkt des Forums steht der von der Regierung geleitete Ministerrundtisch, an dem Regierungen, Branchenführer, multilaterale Organisationen sowie Finanz- und Wissenschaftseinrichtungen teilnehmen. Erweiterte „Gateway to Funding"-Aktivitäten werden Investoren mit skalierbaren Projekten zusammenbringen, während die „State-of-the-Sector"-Sitzungen – eine Erweiterung des „Future Minerals Barometer" – Rohstoffprognosen und Markteinblicke bieten werden. Im Rahmen von Führungskräfte-Rundtischgesprächen und Treffen zum Wissensaustausch werden Lösungen zur Stärkung der Lieferketten entwickelt.
Das FMF hat dazu beigetragen, die Diskussionen über die Zukunft der Mineralien von bloßen Ambitionen hin zu Partnerschaften, Investitionen und Projekten voranzubringen und gleichzeitig die Chancen des Bergbaus und der Industrie in Saudi-Arabien mit internationalem Kapital, Technologie und Fachwissen zu verknüpfen.
Das Forum ist gemeinsam mit dem Bergbausektor des Königreichs gewachsen. Die Explorationsausgaben Saudi-Arabiens stiegen von 54,7 Millionen US-Dollar (205 Millionen SAR) 2020 auf 362,7 Millionen US-Dollar (1,36 Milliarden SAR) 2025, und die Zahl der aktiven Explorationsunternehmen wuchs von sechs auf 191.
Seine Königliche Hoheit Prinz Abdulaziz bin Salman bin Abdulaziz, Minister für Energie sowie Minister für Industrie und Bodenschätze, gab kürzlich zudem bekannt, dass Untersuchungen im Rahmen des Jabal-Sayid-Projekts für Seltenerdelemente in der Region Medina geschätzte Ressourcen von 114 Millionen Tonnen Erz mit hohen Konzentrationen an Seltenerdelementen, insbesondere schweren Seltenerdelementen, ergeben hätten.
Das FMF treibt die Ziele der umfassenden Strategie für den Bergbau und die Mineralindustrie voran. Das FMF2027 wird einen weltweiten Aufruf zur Diversifizierung der Mineralienversorgung, zum Ausbau der Bergbaukapazitäten und zum Aufbau eines widerstandsfähigeren Mineralien-Ökosystems starten.
Für die Anmeldung und weitere Informationen besuchen Sie bitte futuremineralsforum.com
KONTAKT: Mustafa Al Refaie, mustafa.alrefaie@omc.com, +966 55 725 1006
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Ein umfangreicher Auswertungsbericht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) zu digitalen Daten des verstorbenen Justiz-Spitzenbeamten Christian Pilnacek sorgt für neuen politischen und justizinternen Sprengstoff. Chatprotokolle, E-Mails und weitere Unterlagen zeichnen ein Bild tiefgreifender Konflikte innerhalb der Justiz – insbesondere zwischen der WKStA und Teilen der vorgesetzten Behörden. Parallel dazu bereitet ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss die Befragung von Schlüsselpersonen vor, um mögliche politische Einflussnahmen auf Ermittlungen rund um Pilnacek und dessen Tod zu beleuchten.
Aus der von der WKStA erstellten Expertise zu Pilnaceks Kommunikationsdaten geht hervor, wie der langjährige Leiter der für Strafrecht zuständigen Sektion im Justizministerium über Jahre hinweg gegenüber der WKStA Stellung bezog. Der Bericht zeigt, dass der damalige Wiener Oberstaatsanwaltschef Johann Fuchs im Juni 2019 in einer internen Nachricht erklärte, er sehe es als Aufgabe seiner Amtszeit, eine von der WKStA angeblich offengelegte „Verkommenheit“ im Berufsstand „mit allen Mitteln zu bekämpfen“. Er bezeichnete Pilnacek darin ausdrücklich als Mitstreiter. In dem Gutachten findet sich zudem Material, aus dem hervorgehen soll, wie die Korruptionsstaatsanwaltschaft aufgelöst und neu aufgesetzt werden könnte.
Die Auswertung des Laptops und mehrerer Speichermedien Pilnaceks, die in einem rund 440 Seiten starken Bericht zusammengefasst wurde, behandelt auch seine Kontakte in das Umfeld der ÖVP. Der frühere Sektionschef war von 2010 bis 2020 über alle wesentlichen Strafsachen der Republik informiert und konnte als weisungsbefugter Beamter Ermittlungsschritte mitsteuern oder Berichte anfordern. Laut dem Bericht kooperierte er in dieser Zeit eng mit ÖVP-nahen Personen und wirkte an der Verteidigung von Beschuldigten mit. Nach Bekanntwerden einer Audioaufnahme aus dem Sommer 2023, in der Pilnacek Interventionen von ÖVP-Seite beklagte, leitete die WKStA ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Täter ein; dieser Interventionsakt ist nun ebenfalls Gegenstand des U-Ausschusses.
Der Untersuchungsausschuss, der sich mit den Umständen von Pilnaceks Tod und dem Umgang der Behörden befasst, bekommt das WKStA-Dokument zeitlich passend zur nächsten Befragungsrunde vorgelegt. Zunächst soll ein IT-Experte der WKStA, der für das Auslesen von Datenträgern zuständig ist, Auskunft geben. In den darauffolgenden Tagen werden Exekutivbeamte befragt, darunter der Leiter des Bundeskriminalamts sowie zwei Polizeibeamte aus Niederösterreich, die unter anderem mit Pilnaceks Geisterfahrt Stunden vor dem Fund seiner Leiche in einem Donau-Seitenarm befasst waren. Politisch besonders im Fokus steht der Auftritt von Innenminister Gerhard Karner und dessen Kabinettschefin, nachdem eine vom Ressort in Auftrag gegebene Schulungsunterlage für geladene Auskunftspersonen parteiübergreifend – mit Ausnahme der ÖVP – auf Kritik gestoßen war.
Die Kombination aus internen Justizchats, detaillierter Datenauswertung und politischer Aufarbeitung im Parlament verschärft die Debatte über das Verhältnis zwischen Ministerien, Staatsanwaltschaften und Parteien. Während die WKStA ihre Auswertungsergebnisse in den U-Ausschuss einbringt, suchen Abgeordnete nach Antworten auf die Frage, ob und in welchem Ausmaß versucht wurde, auf Ermittlungen Einfluss zu nehmen – sowohl in prominenten Wirtschafts- und Korruptionsfällen als auch im Zusammenhang mit den Untersuchungen nach dem Tod eines der einflussreichsten Justizbeamten der vergangenen Jahre.