Seltenes Werk von David Hockney dürfte die Auktion bei Phillips in London anführen, während die Nachfrage nach Werken des Künstlers am Markt zunimmt

24.06.2026

LONDON, 24. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Phillips ist stolz darauf, die Höhepunkte der Abend- und Nachmittagsauktion für moderne und zeitgenössische Kunst zu präsentieren, die am 26. Juni in London unter der Leitung von David stattfindet. Im Mittelpunkt steht Hockneys The Only One with Waves (1991), ein bedeutendes Gemälde aus einer entscheidenden Phase in der Karriere des Künstlers.

David Hockney, The Only One with Waves, 1991 Estimate: £1,800,000–2,500,000

Das Werk The Only One with Waves entstand kurz nach dem Erwerb seines Hauses in Malibu und verkörpert Hockneys Auseinandersetzung mit der südkalifornischen Küste sowie seine anhaltende Faszination für das Wasser als Motiv und als Sinneserlebnis. Hockney geht über die kontrollierte Stille seiner berühmten Pool-Gemälde hinaus und wendet sich der Dynamik des Pazifischen Ozeans zu, wobei er das einfängt, was er als „die unmittelbare Bewegung des Wassers selbst … sich endlos verändernd, endlos faszinierend" beschrieb. Eine abgeflachte Perspektive, leuchtende Farben und rhythmische Pinselstriche schaffen eine Komposition, die sowohl unmittelbar wirkt als auch den Betrachter in ihren Bann zieht.

Das Werk entstand in einer Phase gesteigerter kreativer Ambitionen und spiegelt Hockneys parallele Tätigkeit als Bühnenbildner in den frühen 1990er Jahren wider, zu der auch bedeutende Opernaufträge gehörten. Sein Verständnis von Raum als konstruiert – vielschichtig, theatralisch und fließend – findet eine direkte Entsprechung in den geschwungenen Konturen und verkürzten Formen der Wellen. Indem er die Landschaft auf ihre wesentlichen Elemente reduziert, schafft Hockney ein Gleichgewicht zwischen Beobachtung und Erfindung und nimmt damit die bahnbrechenden Werke der im folgenden Jahr begonnenen Serie Very New Paintings vorweg.

Das Gemälde markiert zudem einen neuen Abschnitt in Hockneys Auseinandersetzung mit dem Thema Wasser. Von den filigranen Oberflächen in : A Bigger Splash (1967) bis hin zu der eher gestischen Malweise, die in The Only One with Waves kennzeichnet, zeigt er seine Fähigkeit, Bewegung und Licht in eine Bildsprache von bemerkenswerter Klarheit und Energie zu übersetzen, welche sich immer weiter entwickelt.

Olivia Thornton, stellvertretende Vorsitzende für moderne und zeitgenössische Kunst in Europa, sagte: „Der Juni in London ist ein wichtiger Zeitpunkt im internationalen Kunstkalender, und wir freuen uns sehr, an die starke Dynamik unserer ‚White Glove'-Abendauktion in New York vom letzten Monat anzuknüpfen. Anschließend an diesen Erfolg haben wir die Ehre, bedeutende Namen der Nachkriegsavantgarde bis hin zu führenden zeitgenössischen Künstlern von heute zu präsentieren. Wir freuen uns darauf, unsere Kunden zu einer Auktion begrüßen zu dürfen, die die Vielfältigkeit, Dynamik und Internationalität des heutigen Marktes widerspiegelt."

Die Auktion vereint Künstler verschiedener Generationen und bietet zudem eine gezielte Präsentation von Hockneys Werk zu einem Zeitpunkt, an dem sowohl die Kritik als auch der Markt in voller Blüte stehen. Die Vorbesichtigung findet in den Galerien von Phillips am Berkeley Square bis zur Auktion am 26. Juni um 14:00 Uhr BST statt.

Foto – https://mma.prnewswire.com/media/2998405/PHILLIPS_David_Hockney__The_Only_One_with_Waves__1991.jpg

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Purpurfarbene Busse statt Züge: Deutsche Bahn modernisiert Ostbayerns zentrale Magistrale

15.06.2026

Auf einer der wichtigsten Bahnachsen Ostbayerns ruht für ein halbes Jahr der reguläre Zugverkehr. Die DB InfraGO hat die Korridorsanierung der Strecke Obertraubling–Passau gestartet und die Verbindung weitgehend voll gesperrt. Von diesem Sonntag an bis zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember wird die Infrastruktur auf rund 120 Kilometern umfassend erneuert. Das Investitionsvolumen liegt nach Bahnangaben bei rund 1,3 Milliarden Euro inklusive Risikopuffer.

Die Arbeiten schließen unmittelbar an die seit Anfang Februar laufende Generalsanierung der stark befahrenen Strecke Nürnberg–Regensburg an, die bis 10. Juli abgeschlossen sein soll. Auf dem Abschnitt bis Passau erneuert die Bahn Gleise, mehr als 140 Weichen und etwa 90 Kilometer Oberleitungen. Mehrere Stellwerke werden ersetzt oder instand gesetzt, veraltete Relais‑Technik weicht moderner Elektronik. Hinzu kommen eine Eisenbahnüberführung und fünf Personenunterführungen; im Bereich Osterhofen muss an einer Moorstelle nahe der Donau der Untergrund aufwendig verfestigt werden. Acht Bahnhöfe werden modernisiert und mit höheren Bahnsteigen schrittweise barrierefrei ausgebaut – Arbeiten, die bis ins Frühjahr 2027 hineinreichen.

Für Reisende hat die Sanierung gravierende Folgen. Im Nahverkehr richtet die Bahn zusammen mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft ein dichtes Netz an Schienenersatzverkehr ein. Rund 90 Busse sind auf sechs Linien unterwegs; sie und die Wegweiser sind in auffälligem Purpur gestaltet, um die Orientierung zu erleichtern. Im Fernverkehr entfallen die Züge zwischen Nürnberg beziehungsweise Regensburg und Passau sowie weiter nach Wien komplett. Fahrgäste Richtung Österreich werden auf Verbindungen über München verwiesen, zusätzliche Züge über Mühldorf und Salzburg sowie ein Ersatzbusangebot für Passauer Fernreisende sollen die Auswirkungen abfedern.

Aus der Politik kommt grundsätzliche Unterstützung, zugleich aber auch der Hinweis auf die Belastungen für Region und Wirtschaft. Der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Lange betonte, wer eine leistungsfähige, verlässliche Bahn wolle, müsse jetzt entschlossen modernisieren; am Ende profitierten Fahrgäste und Wirtschaftsstandort. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter sprach mit Blick auf den kurzen Abstand zur Baustelle Nürnberg–Regensburg von einer zweiten großen Belastung binnen kürzester Zeit für Fahrgäste und Unternehmen in Ostbayern. Für die Bahn ist der Korridor zwischen Regensburg und Passau zugleich Testfeld für die Strategie, ganze Streckenabschnitte in gebündelten Sperrpausen grundlegend zu erneuern, um langfristig die Pünktlichkeit zu verbessern.