„Tomorrow.Blue Economy 2026" gibt einen strategischen Kurs für die blaue Wirtschaft vor

01.10.2026

BARCELONA, Spanien, 1. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Vom 3. bis 5. November findet in der Fira de Barcelona eine neue Ausgabe desTomorrow.Blue EconomyWorldCongress(TBEWC) statt, der führenden internationalen Veranstaltung zum Thema Blue Economy. An drei Tagen werden bei dieser Veranstaltung Vertreter bedeutender städtischer Häfen, öffentlicher Verwaltungen, internationaler Organisationen, Forschungszentren, Unternehmen und Start-ups an der Gran Via zusammenkommen, um Strategien zu erörtern, wie die Ozeane in den kommenden Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Motoren einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung gemacht werden können.

Attendees at the last edition of Tomorrow.Blue Economy World Congress

Um das volle Potenzial der blauen Wirtschaft auszuschöpfen, werden im Rahmen der TBEWC Vorträge von einigen der weltweit führenden Experten gehalten, darunter AllysonBeach, Beraterin für „BlueAcceleration" beim WorldOceanCouncil; Chris Ninnes, Geschäftsführer des AquacultureStewardshipCouncil; und Emma Cobos, Direktorin für Innovation und blaue Wirtschaft beim Port de Barcelona.

Die Konferenzen werden auf drei Programme verteilt: Smart Ports: „Piers ofthe Future", „Global BlueFinanceSummit" und „SustainableOceanSummit". „Smart Ports" wird Häfen, Start-ups, Unternehmen und Investoren zusammenbringen, um die konkreten Herausforderungen des Hafen- und Seeverkehrssektors anzugehen und die Entwicklung innovativer Lösungen voranzutreiben.

Der „Global BlueFinanceSummit" und der „SustainableOceanSummit", die beide vom WorldOceanCouncil (WOC) organisiert werden, bieten eine Plattform, um Investoren mit skalierbaren Möglichkeiten der blauen Wirtschaft zusammenzubringen, sowie ein Forum, in dem Unternehmen, Experten und Regierungen Lösungen vorantreiben können, um den Ausbau der blauen Wirtschaft bzw. den Schutz der Ozeane zu beschleunigen.

Die Stadtverwaltung von Barcelona wird über Barcelona Activa im Rahmen der neuen Strategie der Stadt zur blauen Wirtschaft eine Reihe von Aktivitäten organisieren. Im Mittelpunkt des Programms stehen die Förderung offener Innovation durch die Vernetzung von Unternehmen und Start-ups, die Erforschung neuer Kompetenzen und Ausbildungstrends in der gesamten Branche sowie die Herstellung von Kontakten zwischen Talenten und Unternehmen.

Im Rahmen der Veranstaltung wird es zudem einen Start-up-Bereich geben, den „Ocean Innovation Hub", in dem aufstrebende Unternehmen aus aller Welt, die sich auf die blaue Wirtschaft spezialisiert haben, ihre Projekte vorstellen werden. Der Raum wird von Oceanovation, einem Partner des WOC, verwaltet.

Die TBEWC wird mit Unterstützung der Stadtverwaltung von Barcelona über Barcelona Activa, den Hafen von Barcelona, den WorldOceanCouncil (WOC), Oceanovation und Smart Ports organisiert: „Piers ofthe Future", eine Initiative der Hafenbehörde von Barcelona, findet parallel zum Smart City Expo WorldCongress, zum Tomorrow.MobilityWorldCongress, zum Barcelona DeepTechSummit und zum Barcelona CybersecurityCongress statt.

 





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Jugendkriminalität und Sozialstaat im Fokus: Wallner skizziert Kurs für Herbstverhandlungen

08.10.2026

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat die innenpolitische Debatte über den Umgang mit Jugendkriminalität und die Ausgestaltung des Sozialsystems neu angeheizt. In der ORF-„Pressestunde“ brachte der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz die seit Jahren umstrittene Forderung seiner Partei erneut auf den Tisch, die Strafmündigkeit in Österreich von derzeit 14 auf zwölf Jahre zu senken. „Wer früh Grenzen übertritt, der muss auch damit rechnen, dass früh Grenzen aufgezeigt werden“, sagte Wallner. Allein mit Strafrecht sei es aus seiner Sicht jedoch nicht getan; parallel brauche es ein „Netz an verpflichtenden Unterstützungen“ für betroffene Kinder und Familien.

Zur Begründung verwies Wallner auf Entwicklungen in Schweden. Dort werde über Gefängnisstrafen für 13-Jährige diskutiert, nachdem Berichte über Jugendliche kursierten, die von erwachsenen Tätern für Straftaten instrumentalisiert werden sollen. Eine „Situation wie in den Vororten Stockholms“ wolle er in Österreich verhindern, so der Landeshauptmann, der betonte, er wolle „nicht den Teufel an die Wand malen“, aber vor Fehlentwicklungen warnen. Die ÖVP hatte bereits 2024, unter anderem nach Fällen von Jugendkriminalität, eine Absenkung der Strafmündigkeit gefordert; damals war Innenminister Gerhard Karner treibende Kraft der Debatte.

In der früheren schwarz-grünen Koalition konnte sich die Volkspartei mit dieser Linie nicht durchsetzen. „Mit den Grünen war das aber praktisch unmöglich“, sagte Wallner rückblickend. Aus den Reihen der Grünen kam auch diesmal umgehend Widerspruch. Die grüne Sicherheitssprecherin Agnes Sirkka Prammer bezeichnete es als „Scheinlösung“, Zwölfjährigen mit dem Strafrecht zu begegnen, und plädierte für einen Schwerpunkt auf Prävention: Kinder- und Jugendhilfe, Familienarbeit, Schulsozialarbeit und psychologische Unterstützung müssten ausgebaut werden. Die Länder seien gefordert, dafür ausreichend Ressourcen bereitzustellen.

Parallel zu der Sicherheitsdebatte positionierte sich Wallner bei der anstehenden Neuordnung der Sozialhilfe, einem der zentralen Themen, über die sich die Bundesregierung im Herbst verständigen will. Die Verhandlungen laufen bereits, in der kommenden Woche sollen sie fortgesetzt werden. Wallner betonte, es brauche „eine Sozialhilfe, die Armut verhindert“, warnte aber zugleich vor einer möglichen „Zuwanderung ins System“ und forderte klare Wartefristen für Asylberechtigte. Die Reform müsse auf eine möglichst kurze Bezugsdauer abzielen; Vorarlberg sei hier, was die Dauer des Sozialhilfebezugs betreffe, Vorreiter.

Bei den Leistungen spricht sich Wallner für eine Obergrenze aus. „Ohne Obergrenze wird es nicht gehen“, sagte er mit Blick auf die Gesamtsumme, die ein Haushalt aus der Sozialhilfe beziehen kann. Auch gestaffelte Kinderregelsätze seien aus seiner Sicht notwendig. Jedes Kind sei „gleich viel wert“, aber die Kosten verdreifachten sich nicht automatisch bei drei Kindern, argumentierte der Landeshauptmann. Die neue Sozialhilfe soll nach aktueller Planung mit 1. Jänner 2027 in Kraft treten. Ob der enge Zeitplan hält, ließ Wallner offen, fügte aber hinzu: „Wenn man will, schon“ – und appellierte daran, die Bundesländer „möglichst schnell an den Tisch zu holen“.