Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) führt eine jährliche Servicegebühr für die E-Card ein, die nun auch Pensionistinnen und Pensionisten betrifft. Nach einem Regierungsbeschluss aus dem Vorjahr wird die Gebühr in diesem Jahr erstmals automatisch von der Novemberpension abgezogen. Für das Jahr 2027 belaufen sich die Kosten auf knapp 27 Euro, wobei die genaue Summe für das kommende Jahr mit 26,85 Euro beziffert wird.

Die Kostenentwicklung der Gebühr zeigt einen deutlichen Aufwärtstrend in kurzer Zeit. Im Vorjahr stiegen die Kosten bereits von 13,80 Euro auf 25 Euro an, bevor nun der neue Satz für die Rentner gilt. Diese finanzielle Belastung erfolgt in einem Umfeld, in dem die Gebührenstruktur der Gesundheitskasse angepasst wurde.

Die Entscheidung stößt auf heftigen Widerstand bei der Pensionistenvertretung sowie in der politischen Opposition. Die Grünen und Schallmeiner kritisieren scharf, dass Pensionistinnen und Pensionisten nun mehr bezahlen müssten, während sie gleichzeitig weniger Leistungen erhielten. Es wird beanstandet, dass diese Gruppe bereits eine höhere Krankenversicherung bei sinkendem Leistungsniveau trägt.

Die Kritik richtet sich insbesondere gegen die soziale Komponente der Maßnahme, da die Gebühren direkt vom Einkommen der Senioren abgezogen werden. Die Betroffenen sehen sich durch die Kombination aus steigenden Beiträgen und neuen Servicegebühren finanziell unter Druck gesetzt. Damit wird die E-Card-Gebühr zu einem zentralen Streitpunkt in der aktuellen Sozialpolitik.