Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben sich bei einem Treffen der Botschafter in Brüssel für eine Anpassung des Zeitplans der Methan-Verordnung ausgesprochen. Eine Mehrheit der Länder stimmte dafür, dass die strengen EU-Klimaschutzregeln für das Treibhausgas Methan erst ab 2028 vollständig greifen sollen. Damit würde die Umsetzung der Vorschriften um ein Jahr gegenüber der ursprünglichen Planung verschoben.

Maßgeblich für diesen Schritt ist der Wille Österreichs sowie weiterer EU-Staaten, die auf die aktuelle Energiepreiskrise verweisen. Die betroffenen Importeure von fossilen Brennstoffen, konkret Öl, Gas und Kohle, sollen durch diesen Aufschub entlastet werden. Die irische Ratspräsidentschaft bestätigte die Entscheidung nach den Beratungen in Brüssel.

Die Verordnung zielt darauf ab, die Emissionen des klimaschädlichen Treibhausgases Methan bei Importen in die EU drastisch zu reduzieren. Durch die Verschiebung auf das Jahr 2028 wird den Marktteilnehmern mehr Zeit eingeräumt, die technischen und administrativen Anforderungen zu erfüllen. Diese Maßnahme spiegelt die Spannung zwischen ambitionierten Klimazielen und der aktuellen energetischen Sicherheitslage wider.