DUBAI, VAE, 19. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Das Dubai International Financial Centre (DIFC), das weltweit führende Finanzzentrum im Nahen Osten, in Afrika und in Südasien, hat den zweiten Bericht seiner Reihe 2026 Future of Finance veröffentlicht.

Das sich wandelnde Gesicht des Bankwesens: Der Bericht Building Resilience Through Change unterstreicht, dass nicht Größe oder Tradition, sondern Resilienz den langfristigen Erfolg von Banken bestimmen wird, die sich in Zeiten des Umbruchs behaupten müssen. Er untersucht, wie globale Banken ihre Geschäftsmodelle anpassen müssen, um Umbrüche abzufedern, sich weiterzuentwickeln und angesichts von KI, digital-nativen Herausforderern und einer sich wandelnden globalen Nachfrage widerstandsfähig zu bleiben.
Auf der Grundlage von KI-gesteuerten, „Cloud-First"- und „Asset-Light"-Modellen setzen Herausforderer-Banken neue Maßstäbe in Sachen Geschwindigkeit, Personalisierung und Kosteneffizienz und decken damit die Grenzen traditioneller Geschäftsmodelle auf. Ihr rasantes Wachstum setzt etablierte Institute unter Druck, schneller zu innovieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ohne eine entschlossene Transformation könnten die Gewinnpools der Branche bis 2030 um 170 Mrd. USD sinken, wodurch viele Institute unter ihre Kapitalkosten fallen würden.
S.E. Arif Amiri, CEO der DIFC Authority, kommentierte: „Da die globale Bankenbranche derzeit ihren bedeutendsten Wandel seit fast zwei Jahrzehnten durchläuft, müssen Institute auf Innovation, Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit setzen, um in einer sich rasch entwickelnden Finanzlandschaft zu bestehen, die von KI, digitalen Vermögenswerten und sich wandelnden globalen Märkten geprägt ist. In Dubai und im DIFC setzen wir uns dafür ein, diesen Wandel durch ein zukunftsorientiertes Ökosystem zu ermöglichen, das globale Institute mit wachstumsstarken Chancen im Nahen Osten, in Afrika und in Südasien verbindet und gleichzeitig Banken dabei unterstützt, die für die Zukunft erforderliche Agilität und Widerstandsfähigkeit aufzubauen."
Der Bericht stellt fest, dass Banken, die frühzeitig und entschlossen handeln, nicht nur ihre Rentabilität sichern, sondern auch neue Kundengruppen, neue Regionen und neue Anlageklassen erschließen werden. Auf diese Weise positionieren sie sich so, dass sie einen größeren Anteil am globalen Finanzmarkt gewinnen können.
Als Brücke zwischen Ost und West ermöglicht Dubais geografische Lage es den Banken, aufstrebende FinTech-Innovationen mit globalem Kapital zu verbinden und wachstumsstarke Märkte in Asien, am Golf und in Afrika zu erschließen.
Banken werden voraussichtlich Rechtsräume mit förderlichen regulatorischen Rahmenbedingungen nutzen, um neue Dienstleistungen zu erproben und die Modellgenauigkeit sowie die Governance in kontrollierten Umgebungen zu testen, bevor sie regional skalieren. Als weltweit erstes KI-natives Finanzzentrum integriert das DIFC künstliche Intelligenz in Regulierungsprozesse und die Marktinfrastruktur und ermöglicht es Unternehmen so, KI-gesteuerte Finanzdienstleistungen zu entwickeln, zu testen und zu skalieren.
Der Bericht zeigt, dass Unternehmer, Family Offices und Frauen einflussreiche Bankkunden darstellen, deren spezifische und sich wandelnde finanzielle Bedürfnisse nach wie vor nur unzureichend bedient werden.
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Im Insolvenzkomplex rund um den einstigen Signa-Konzern steht Firmengründer René Benko vor einem weiteren Strafverfahren. Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat beim Landesgericht Innsbruck erneut Anklage wegen schweren Betrugs und Schädigung von Gläubigerinteressen (betrügerischer Krida) eingebracht. Der 49‑jährige Investor befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Die neue Anklage ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung, Benko bestreitet sämtliche Vorwürfe.
Kern des aktuellen Verfahrens ist eine Garantieerklärung gegenüber einem Investor beziehungsweise den Vertretern einer Privatstiftung, hinter der nach Medienangaben der frühere Strabag‑Chef Hans-Peter Haselsteiner stehen dürfte. Nach Darstellung der WKStA soll Benko eine „wahrheitswidrige Garantie“ abgegeben und die Stiftung dadurch um rund fünf Millionen Euro geschädigt haben. Konkret sollen die vertretungsbefugten Organe der Stiftung durch die Erklärung dazu veranlasst worden sein, etwa 3,3 Millionen Euro an die Signa Holding zu überweisen und auf die Rückforderung weiterer rund 1,7 Millionen Euro zu verzichten.
Der Garantie zufolge sei der Privatstiftung eine Zahlung von in Summe rund fünf Millionen Euro bis spätestens 30. Juni 2024 zugesichert worden. Diese Rückzahlung sei jedoch ausgeblieben, so die Anklagebehörde. Dadurch soll die Stiftung in Millionenhöhe geschädigt und im Gegenzug die Signa Holding sowie eine weitere Gesellschaft unrechtmäßig bereichert worden sein. Neben dieser angeblichen Falschgarantie wirft die WKStA Benko vor, im Zuge der Signa-Insolvenz sowie seiner persönlichen Insolvenz ein Jagdgewehr im Wert von rund 80.000 Euro vor den Gläubigern verborgen zu haben und damit deren Befriedigung vereitelt zu haben.
Benko war über zwei Jahrzehnte eine der prominentesten Unternehmerfiguren im deutschsprachigen Raum. Mit einem dicht verschachtelten Geflecht aus Immobilien- und Handelsbeteiligungen baute er das Signa-Imperium auf, zu dem zeitweise auch die deutschen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof gehörten. Steigende Zinsen, höhere Baukosten und aggressive Zukäufe trugen letztlich zur Insolvenz des Konzerns bei. Im weitläufigen Signa-Komplex wird der ehemalige Milliardär von der WKStA unter anderem wegen Betrugs, Untreue und Bankrotts verdächtigt; weitere Anklagen hält die Behörde für möglich.
Der Investor ist bereits in zwei ähnlichen Verfahren verurteilt worden, beide Urteile sind jedoch noch nicht rechtskräftig. Im Oktober 2025 verhängte ein Gericht eine zweijährige Haftstrafe, im Dezember desselben Jahres folgte wegen Schädigung von Gläubigern eine weitere Verurteilung zu 15 Monaten auf Bewährung sowie eine Geldstrafe. Parallel dazu laufen mehrere Ermittlungsstränge, die auch andere frühere Führungskräfte aus dem Signa-Umfeld betreffen. Die jetzige Anklage erhöht den juristischen Druck auf Benko weiter und dürfte die Aufarbeitung einer der spektakulärsten Unternehmenspleiten im deutschsprachigen Raum zusätzlich in die Länge ziehen.