BEIJING, 22. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Am Freitag fand in Yichang in der zentralchinesischen Provinz Hubei die feierliche Eröffnungszeremonie eines Kulturfestivals und eines nationalen Drachenbootrennens (Yichang) zur Feier des Drachenbootfestes statt, eines traditionellen chinesischen Festes, das mit dem alten patriotischen Dichter Qu Yuan in Verbindung steht.

Auch in Yichang, der Heimatstadt von Qu Yuan, ist das Fest dem Gedenken an den großen Dichter gewidmet. Die Eröffnungsfeier begann mit einer Darbietung namens „Ode an Qu Yuan", bei der lyrischer Gesang und anmutige Tänze den unvergänglichen Geist des Dichters eindrucksvoll zum Ausdruck brachten und das Publikum sofort in die Feststimmung eintauchten ließen.
Auf der Bühne wurde eine Darbietung präsentiert, die Musik, Tanz, Poesie und bildende Kunst vereinte und dem Publikum das Bild mehrerer Drachenboote vermittelte, die auf dem Fluss um die Wette ruderten. Im Anschluss an die traditionelle Zeremonie zum Aufmalen der Drachenaugen heizte eine energiegeladene Musik- und Tanzaufführung namens „Drachenbootrennen" die Stimmung auf der Bühne an, wobei kraftvolle Trommelschläge an das spannende Spektakel der auf dem Fluss um die Wette fahrenden Drachenboote erinnerten.
Die Spannung verlagerte sich dann aufs Wasser. Ein nationales Drachenbootrennen begann zeitgleich mit dem „Three Gorges University Students Dragon Boat Race Open" und der „Yichang Dragon Boat League", bei denen die Teilnehmer abwechselnd antraten. Ein Drachenboot nach dem anderen pflügte durch die Wellen, während die Paddel im Gleichklang auf und ab gingen und Jubelrufe sowie donnernde Trommelschläge an den Ufern widerhallten.
Neben der Eröffnungsfeier und den Drachenbootrennen bietet die diesjährige Kulturveranstaltung zum Drachenbootfest zahlreiche weitere Aktivitäten, darunter das Zigui-Drachenbootfest-Poetry-Slam-Treffen sowie eine Reihe von besonderen kulturellen Veranstaltungen unter dem Motto „Das Drachenbootfest in Yichang feiern". Diese Aktivitäten ermöglichen es den Besuchern, authentische Traditionen des Drachenbootfestes zu erleben und gleichzeitig das bleibende patriotische Vermächtnis von Qu Yuan weiterzuführen.
Seit Jahrhunderten ist das kulturelle Erbe von Qu Yuan tief in Yichang verwurzelt. Auch heute noch entwickeln sich Traditionen wie Drachenbootrennen und Gedichtvorträge weiter und lassen dieses reiche kulturelle Erbe über die Seiten der Geschichtsbücher hinaus an den Ufern des Jangtse zu neuem Leben erwachen.
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Im Insolvenzkomplex rund um den einstigen Signa-Konzern steht Firmengründer René Benko vor einem weiteren Strafverfahren. Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat beim Landesgericht Innsbruck erneut Anklage wegen schweren Betrugs und Schädigung von Gläubigerinteressen (betrügerischer Krida) eingebracht. Der 49‑jährige Investor befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Die neue Anklage ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung, Benko bestreitet sämtliche Vorwürfe.
Kern des aktuellen Verfahrens ist eine Garantieerklärung gegenüber einem Investor beziehungsweise den Vertretern einer Privatstiftung, hinter der nach Medienangaben der frühere Strabag‑Chef Hans-Peter Haselsteiner stehen dürfte. Nach Darstellung der WKStA soll Benko eine „wahrheitswidrige Garantie“ abgegeben und die Stiftung dadurch um rund fünf Millionen Euro geschädigt haben. Konkret sollen die vertretungsbefugten Organe der Stiftung durch die Erklärung dazu veranlasst worden sein, etwa 3,3 Millionen Euro an die Signa Holding zu überweisen und auf die Rückforderung weiterer rund 1,7 Millionen Euro zu verzichten.
Der Garantie zufolge sei der Privatstiftung eine Zahlung von in Summe rund fünf Millionen Euro bis spätestens 30. Juni 2024 zugesichert worden. Diese Rückzahlung sei jedoch ausgeblieben, so die Anklagebehörde. Dadurch soll die Stiftung in Millionenhöhe geschädigt und im Gegenzug die Signa Holding sowie eine weitere Gesellschaft unrechtmäßig bereichert worden sein. Neben dieser angeblichen Falschgarantie wirft die WKStA Benko vor, im Zuge der Signa-Insolvenz sowie seiner persönlichen Insolvenz ein Jagdgewehr im Wert von rund 80.000 Euro vor den Gläubigern verborgen zu haben und damit deren Befriedigung vereitelt zu haben.
Benko war über zwei Jahrzehnte eine der prominentesten Unternehmerfiguren im deutschsprachigen Raum. Mit einem dicht verschachtelten Geflecht aus Immobilien- und Handelsbeteiligungen baute er das Signa-Imperium auf, zu dem zeitweise auch die deutschen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof gehörten. Steigende Zinsen, höhere Baukosten und aggressive Zukäufe trugen letztlich zur Insolvenz des Konzerns bei. Im weitläufigen Signa-Komplex wird der ehemalige Milliardär von der WKStA unter anderem wegen Betrugs, Untreue und Bankrotts verdächtigt; weitere Anklagen hält die Behörde für möglich.
Der Investor ist bereits in zwei ähnlichen Verfahren verurteilt worden, beide Urteile sind jedoch noch nicht rechtskräftig. Im Oktober 2025 verhängte ein Gericht eine zweijährige Haftstrafe, im Dezember desselben Jahres folgte wegen Schädigung von Gläubigern eine weitere Verurteilung zu 15 Monaten auf Bewährung sowie eine Geldstrafe. Parallel dazu laufen mehrere Ermittlungsstränge, die auch andere frühere Führungskräfte aus dem Signa-Umfeld betreffen. Die jetzige Anklage erhöht den juristischen Druck auf Benko weiter und dürfte die Aufarbeitung einer der spektakulärsten Unternehmenspleiten im deutschsprachigen Raum zusätzlich in die Länge ziehen.