Die österreichische Exekutive hat am Mittwoch einen bundesweit koordinierten sogenannten „Joint Action Day“ durchgeführt. Ziel dieser breit angelegten Operation war die gezielte Bekämpfung von islamistischem Extremismus und Terrorismus. Das Innenministerium bestätigte in einer offiziellen Aussendung die Umsetzung dieser Maßnahmen im gesamten Bundesgebiet.

Im Rahmen der Aktion wurden insgesamt neun Hausdurchsuchungen durchgeführt, wobei auch das Bundesland Vorarlberg betroffen war. Parallel dazu fanden 17 Einvernahmen statt, um die Netzwerke der Verdächtigen weiter zu analysieren. Zudem wurden zwei vorläufige Waffenverbote ausgesprochen, die speziell in Niederösterreich in Kraft traten.

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Operation lag auf der Überprüfung von Justizvollzugsanstalten. In allen 28 österreichischen Justizanstalten wurden Razzien durchgeführt, bei denen die Beamten 235 Räume durchsuchten. Insgesamt waren 334 Inhaftierte von diesen Kontrollmaßnahmen betroffen.

Neben den Durchsuchungen und Befragungen kam es laut Angaben des Verfassungsschutzes und der Justiz zu zahlreichen Sicherstellungen. Diese koordinierten Maßnahmen unterstreichen die Bemühungen der Sicherheitsbehörden, islamistischen Extremismus im Land effektiv zu unterbinden. Die Operation verdeutlicht die strategische Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Sicherheitsorganen.