Die Landesregierung hat den Budgetvoranschlag für das Jahr 2027 vorgelegt, der erstmals Ausgaben in zweistelliger Milliardenhöhe vorsieht. Insgesamt sind 10,281 Milliarden Euro eingeplant, während die Einnahmen bei 10,045 Milliarden Euro liegen. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) bezeichnete den Entwurf, den er gemeinsam mit seinem Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) präsentierte, als Budget mit „Hausverstand“.
Aufgrund der Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben ist eine Neuverschuldung in Höhe von 236 Millionen Euro vorgesehen. Damit erhöht sich die Gesamtverschuldung des Landes auf rund 1,8 Milliarden Euro. Trotz dieser Steigerung betonte Stelzer, dass die Maastricht-Kriterien im Jahr 2027 erneut eingehalten werden, was die fiskalische Stabilität des Landes unterstreicht.
Die schwarz-blaue Koalition setzt im Jahr der Landtagswahl auf gezielte Konjunkturimpulse durch Investitionen. Geplant sind Ausgaben in Höhe von 797,6 Millionen Euro, was einer Steigerung von 4,7 Millionen Euro gegenüber dem Jahr 2026 entspricht. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Programm „Impuls 2027“, das mit 103,8 Millionen Euro dotiert ist und erstmals 7,5 Millionen Euro für Hitzeschutzmaßnahmen in Pflegeheimen und Bildungseinrichtungen bereitstellt.
Zusätzlich sieht der Plan personelle Aufstockungen in der Verwaltung vor, um Effizienzlücken zu schließen. Manfred Haimbuchner kündigte die Einstellung von zwölf neuen Mitarbeitern für die Vergabe von Staatsbürgerschaften an, um die bestehende Antragshäufung abzuarbeiten. Der Voranschlag wird am kommenden Montag an den Landtag weitergeleitet, bevor der Finanzausschuss am 25. November berät und der Budgetlandtag vom 1. bis 3. Dezember die endgültige Entscheidung trifft.



