Die Arbeitslosigkeit in der Steiermark ist im Oktober im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Mit einem Zuwachs von fast sechs Prozent, präzise 5,9 Prozent, verzeichnet das Bundesland nach Niederösterreich den zweithöchsten Anstieg in ganz Österreich. Derzeit sind rund 38.000 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) gemeldet, was einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent entspricht.
Karl-Heinz Snobe, der Chef des steirischen AMS, zeichnet ein pessimistisches Bild der aktuellen Lage. Er erklärte, dass die regionale Wirtschaft schwächer verlaufe als ursprünglich erhofft. Infolgedessen sieht Snobe das Jahr 2026 aus Sicht des steirischen Arbeitsmarktes bereits jetzt als verloren an, da ein nachhaltiger Aufschwung ausbleibe.
Besorgniserregend ist laut AMS insbesondere die Entwicklung bei jungen Menschen und Zeitarbeitskräften. Da diese Gruppen als wichtige Frühindikatoren für die wirtschaftliche Lage gelten, wird die Verschlechterung der Zahlen als deutliches Warnsignal für die kommenden Monate gewertet. Eine Trendwende ist nach aktuellem Stand vorerst nicht in Sicht.
Im Vergleich zu anderen Regionen bleibt die Erholung in der Steiermark hinter den Erwartungen zurück. Während Oberösterreich von einer wirtschaftlichen Besserung in Deutschland profitiert, schlug dieser Effekt in der Steiermark nicht durch. Zudem wird berichtet, dass sich die Industrie im Vergleich zu den vergangenen Monaten wieder schwächer entwickelt.



